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Italienischer Greenpeace-Aktivist aus Rom verbannt

In Italien ist fast nichts unmöglich. Salvatore Barbera, Klimaexperte bei Greenpeace, muss nach der Teilnahme an einer friedlichen Protestaktion für Klimaschutz zwei Jahre in die Verbannung. Jetzt bittet er in einer Online-Aktion um Unterstützung.

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Am 6. Dezember, während der Klimakonferenz in Durban, haben mehrere Greenpeace-Aktivisten vor dem italienischen Regierungsgebäude für einen Politikwechsel demonstriert. Mit einem Bild von Überschwemmungen in Norditalien forderten die Aktivisten, dass die Regierung mehr für den Klimaschutz tun muss.

Strafe sonst üblich für Mitglieder der Mafia

Laut Salvatore Barbera ist er nicht der erste Greenpeace-Aktivist, der aus einer italienischen Stadt verbannt wird. Bereits in der Vergangenheit gab es vergleichbare Urteile - immer bei Protesten zum Klimaschutz. Normalerweise sei die Verbannung eine Strafe für Mitglieder der Mafia, so Barbera. Gegen das Urteil wurde Berufung eingelegt.

In einer Online-Aktion kann nun jeder ein Bild von sich hochladen und so selbst zum Banditen fürs Klima werden. Die Aktion soll sichtbar machen, dass viele Menschen Greenpeace unterstützen und die Gleichsetzung von Aktivismus und Kriminalität nicht akzeptieren.

Wer mitmachen möchte, kann auf der Seite der Aktion Banditi del Clima Namen und E-Mail eintragen, ein Bild hochladen und das Ganze auf Facebook oder Twitter teilen. Bis jetzt sind schon mehr als 5.000 Unterstützer angemeldet (Stand: 20.01.12., 10:30 Uhr).

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