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Zeichen für den Klimawandel

Der Wasserspiegel des riesigen Issyk-Kul-Sees im Nordosten Kirgisistans ist seit 1998 um 26 Zentimeter gestiegen. Wissenschaftler betrachten diesen Anstieg als Zeichen für den Klimawandel. Als Ursache des steigenden Wasserstands vermuten sie stärkere Regenfälle als sie früher üblich waren. Die Veränderung könnte das natürliche Gleichgewicht der Region gravierend beeinflussen. Überflutungen können die Folge sein.

Der Wasserstand des Sees wird schon seit 1927 gemessen. Abgesehen von kurzen Unterbrechungen ist der Pegel in dieser Zeit kontinuierlich gesunken. Seit 1998 dagegen steigt er Jahr um Jahr. Die Fläche des Sees umfasst inzwischen mehr als 6000 Quadratkilometer. Auch die Temperaturen in größerer Tiefe sind um rund 0,5 Grad Celsius gestiegen.

In Kirgisistan wird demnächst das Welt-Gebirgsgipfeltreffen stattfinden. Delegierte aus über 60 Ländern werden darüber diskutieren, welchen Gefahren die Gebirgsregionen durch landwirtschaftliche Nutzung und Entwicklung wie auch durch Unwetter, Kriege und Klimaerwärmung ausgesetzt sind. Ein Diskussionspunkt auf der Konferenz wird auch das Ansteigen des Wasserpegels und der Wassertemperatur des Issyk-Kul-Sees sein.

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