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Wenig Eis - wenig Vögel

Die Bestände dreier antarktischer Vogelarten, die in Langzeitstudien untersucht wurden, sind rückläufig. Zu diesem Ergebnis kommen drei britische Forscher vom British Antartic Survey in Cambridge. Das Verschwinden hänge mit dem Klimawandel zusammen, erklärten die Forscher im Magazin Science. Weiterhin unklar ist, wie weit der Mensch die Vogelwelt der Antarktis zusätzlich beeinflusst.

Alle drei bedrohten Arten - Adeliepinguin, Kaiserpinguin und Schneesturmvogel - leben in den hochpolaren Gebieten der Antarktis. Die untersuchten Vogelarten wurden nicht im großen Umfang durch Bejagung dezimiert. Starke Eisbildung lässt die Populationen wachsen. Der Rückgang der Bestände gilt den Forschern deshalb als Zeichen für die Auswirkungen menschlichen Handelns: Durch eine Kombination aus Erderwärmung und direkten menschlichen Eingriffen könnten sich plötzliche, tiefgreifende Verschiebungen im antarktischen Ökosystem ergeben.

Für die Wissenschaftler steht fest, dass die Erschließung und Ausbeutung der Antarktis durch den Menschen das Ökosystem stark verändert habe. In den letzten zwei Jahrhunderten hat der Mensch mit der Jagd antarktische Robben praktisch ausgerottet, Pinguine vielerorts dezimiert und die Bestände der großen Walarten und mehrerer Fischarten zusammenbrechen lassen.

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