Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

USA: Wasserkrise durch globale Erwärmung

Ansteigende Temperaturen durch den Treibhauseffekt werden an der Westküste der USA zu einer akuten Verknappung von Wasser führen. Das hat eine Gruppe von 20 Klimaforschern herausgefunden. Die Ergebnisse ihrer Studie sollen demnächst in der Zeitschrift Climatic Change veröffentlicht werden.

Die Wissenschaftler sagen immer wärmere Winter mit immer weniger Schnee in den Gebirgen der Westküste voraus. Bisher versorgt die Schneedecke beim Abtauen im Sommer die Küstenregionen mit Wasser. Wenn aber in Zukunft im Winter mehr Regen als Schnee fällt, fließt das Wasser sofort ungenutzt ab. Die Folge: In den heißen Sommermonaten kommt es zu einer drastischen Wasserknappheit.

Das Ergebnis der Studie ist besonders interessant vor dem Hintergrund, dass die USA sich bis heute weigern, das Kyoto-Protokoll gegen den Klimawandel zu ratifizieren. Frühere Untersuchungen hatten auch für andere Küstenbereiche der USA schon Folgen durch die Klimaerwärmung vorhergesagt. Steigende Meeresspiegel, hieß es unter anderem, würden zu Landverlusten führen.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Hambacher Forst in der Krise

Der Hambacher Wald ist gefährdet - nicht nur durch die Bagger von RWE, sondern auch durch Hitze und Trockenheit. In der Studie untersuchen Wissenschaftler der Universität Eberswalde und vom Potsdam Institut für Klimaforschung, wie Klimawandel, das Mikroklima und die Lage am Rand riesiger Braunkohletagebaue sich gegenseitig negativ verstärkten.

Mehr zum Thema

Nach der Flut

Das Wasser ist weg – doch ausgestanden ist die Katastrophe nicht. Greenpeace hat im Rheinland mögliche Gesundheitsfolgen der Überschwemmungen untersucht.

Feuer außer Kontrolle

In Russland erreichen die Brände neue, katastrophale Ausmaße. Greenpeace unterstützt weiter bei den Löscharbeiten.

Wetterextreme weltweit und ihre Folgen

Die Welt erwärmt sich, Wetterextreme nehmen weltweit an Häufigkeit und Heftigkeit zu. Das wird nicht ohne Folgen bleiben: Auch Hunger, Konflikte und Flucht werden mehr werden.