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Pentagon-Studie bringt Bush in Verlegenheit

Ein schneller Klimawandel gefährdet die USA mehr als Terrorismus. Zu diesem Ergebnis kommt eine geheime Studie des US-Verteidigungsministeriums vom Oktober 2003. Teile des Berichts wurden am Sonntag von der britischen Zeitung Observer veröffentlicht.

Wenn durch Klimaveränderungen Nahrungs-, Wasser- und Energiereserven schwinden, droht Anarchie. Millionen obdachlos gewordener hungernder Menschen verlassen ihre Heimat und flüchten in andere Regionen der Erde. Der Kampf um Nahrung und Rohstoffe führt zu Kriegen. Vom Klimawandel besonders betroffene Staaten setzen womöglich Atomwaffen ein, um zu überleben.

So sieht das Szenario aus, dass die beiden Autoren der Pentagon-Studie An Abrupt Climate Change Scenario and Its Implications for United States National Security vorstellen. Dabei geht es nicht um Gefahren in fernen Jahrhunderten. Peter Schwartz und Doug Randall halten für möglich, dass das Klima schon in den nächsten drei Jahrzehnten kippen könnte.

Der geheime Pentagon-Bericht dürfte G.W. Bush sehr ungelegen kommen, meint Greenpeace-Klimaexpertin Gabriela von Goerne. Bush spricht sich ungeachtet aller Warnungen von Klimaforschern gegen Klimaschutz aus. Jetzt schlägt das Pentagon Alarm: Nicht der Terrorismus sondern das Wetter ist die größte Bedrohung, der die Welt gegenübersteht. Die Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls könnte so zum Wahlkampfthema in den USA werden.

Der Link zur Studie: "An Abrupt Climate Change Scenario and Its Implications for United States National Security" (http://www.stopesso.com/campaign/Pentagon.doc)

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