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Klimawandel in Zahlen und Schicksalen

Der diesjährige September hat alle Wärmerekorde seit Beginn der Wetteraufzeichnungen geschlagen. Die globale Durchschnittstemperatur lag um 0,67 Grad Celsius höher als im Mittel der Jahre 1880 bis 2004. Für weite Teile Asiens und Nordamerikas hieß das 2,8 Grad mehr als normal. Die Temperaturen an der Meeresoberfläche waren die dritthöchsten seit Beginn der Aufzeichnungen.

Weltweit sammeln Institute und Organisationen wie die US-amerikanische Behörde für Meere und Atmosphäre (NOAA) Zahlen und Daten zum Klimawandel. Millionen Menschen baden seine Folgen bereits aus. In Mittelamerika kämpfen die Menschen seit zwei Wochen mit den Auswirkungen des Hurrikans Stan. Das Greenpeace-Büro in Mexiko hat vorübergehend alle Aktivitäten ausgesetzt und beteiligt sich an Hilfsmaßnahmen für die Opfer der Katastrophe.

Laut Alejandro Cavillo, Geschäftsführer von Greenpeace Mexiko, sind immer noch Gemeinden im Gebirge und an der Küste von der Außenwelt und jeglicher Kommunikation abgeschnitten. Es steht zu befürchten, dass die Zahl der Opfer weiter steigt.

Der mexikanische Präsident Vicente Fox will Gewinne aus der boomenden Ölindustrie in die betroffenen Gebiete lenken, um den Menschen zu helfen. Das ist ohne Zweifel gut gemeint, entbehrt aber nicht der Ironie. Die Ölindustrie ist einer der Hauptverursacher des Klimawandels, der seinerseits zu einer Häufung von Wetterextremen führt.

Die Menschen in den Industriestaaten folgen ihrem verschwenderischen way of life. Die Menschen in den ärmeren Regionen der Welt kämpfen um ihre Existenz. So wie jetzt in den mittelamerikanischen Staaten. Nach dem Verlust von Angehörigen, dem Verlust des Zuhauses, ist die nächste Katastrophe schon in Sicht. Stan hat in Guatemala rund ein Drittel des Ackerlandes vernichtet, massive Ernteausfälle verschärfen die Lage. Das Land wird Jahre brauchen, um sich von diesem Schlag zu erholen.

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