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Klimaerwärmung: tödliche Gefahr

Nach einer am Dienstag in Moskau veröffentlichten Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Londoner Tropeninstituts sterben jährlich 160.000 Menschen an den Folgen der globalen Klimaerwärmung. Die Wissenschaftler rechnen damit, dass sich die Zahl der Todesfälle bis 2020 sogar verdoppeln wird. Besonders gefährdet seien Kinder.

Unterernährung durch Ernteausfälle wegen Überschwemmungen oder Dürreperioden, übermäßige Vermehrung der Malariamücke und Durchfall seien indirekte Folgen der globalen Erwärmung. Sie bedrohten vor allem die Menschen in den Entwicklungsländern, warnte Professor Andrew Haines die 940 Delegierten der Klimakonferenz in Russland.

Zwar steige die Lebenserwartung der Menschen auf der Nordhalbkugel, weil die Klimaveränderung hier für mildere Winter und höhere Ernteerträge sorge. Doch der vergangene Hitzesommer habe gezeigt, dass auch in Europa Kinder und ältere Menschen durch die Folgen des Klimawandels gefährdet seien. Allein in Frankreich starben nach Aussagen der Forscher rund 15.000 Menschen.

Greenpeace fordert von Putin das Kyoto-Protokoll sofort zu ratifizieren, damit das einzige Abkommen, das gegen eine weitere globale Erwärmung helfen könnte, endlich in Kraft treten kann.

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