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Kinostart einer Klimakatastrophe

Roland Emmerichs neuester Film "The Day after Tomorrow" läuft heute in den Kinos an. Enorme Klimaveränderungen stürzen die gesamte Welt in eine riesige Katastrophe. Eine globale Eiszeit, wie sie im Film gezeigt wird, ist zwar unwahrscheinlich, grundsätzlich basiert der Film jedoch auf wissenschaftlichen Fakten.

Das milde Klima in unseren Breiten verdanken wir dem Golfstrom, der warmes Oberflächenwasser aus dem Golf von Mexiko vor Europas Küsten treibt. Die Klimaerwärmung stört den Antriebsmechanismus des Stroms - im Film ist es eine riesige Eisscholle. Käme der Golfstrom zum Erliegen, würden die Temperaturen in Nordeuropa rapide sinken. Alarmierend ist, dass wissenschaftliche Untersuchungen bereits eine Abschwächung des Golfstroms ergaben.

Durch die Klimaerwärumg bersten bereits heute Eisplatten mit mehreren tausend Quadratkilometer Größe. Gletscher schrumpfen und das Meereis schmilzt. Die dauerhaft zugefrorene Eisdecke ist in den vergangen 30 Jahren um 40 Prozent dünner geworden. Hinzu kommt die Zunahme des Regens. Zusammen sorgt dies für den Anstieg des Meeresspiegels, der auf die Deiche drückt und die Küstenländer bedroht. Mit der Erderwärmung nimmt die Verdunstung über den Ozeanen zu. Warme, feuchte Luftmassen entwickeln sich zu mächtigen Aufwinden. Diese sorgen für die vielen Unwetter und Stürme.

Der Klimawandel ist keine Fiktion von übermorgen. Er ist in vollem Gange. Daher fordert Greenpeace, den Ausstoß von Treibhausgasen in den Industriestaaten bis 2050 um mindestens 80 Prozent zu verringern. Europa muss Sonnen- und Windenergie massiv fördern und aus der Verbrennung von Öl, Gas und Kohle aussteigen.

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