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Gletscherschwund auf Grönland gewinnt an Geschwindigkeit

Die Gletscher, die Grönland bedecken, schmelzen weit schneller als erwartet. Damit dürfte auch ein deutlicher Anstieg des Meeresspiegels früher als bislang prognostiziert eintreten. Vor diesen Gefahren hat Greenpeace am Donnerstag in Grönland gewarnt.

Diese Entdeckungen sind bedeutsam und die Wissenschaftler müssen neu abschätzen, wie schnell das Grönlandeis wegen der Klimaerwärmung abschmelzen wird, sagt Martina Krüger, Klimaexpertin von Greenpeace an Bord der Arctic Sunrise. Mit Hilfe des Greenpeace-Schiffes sollen die Auswirkungen des Klimawandels auf Grönland dokumentiert werden.

Seit dem 21. Juli sind Wissenschaftler zusammen mit Greenpeace auf der Arctic Sunrise unterwegs, um die Gletscher Grönlands zu untersuchen. Inzwischen haben sie bei zwei Eiszungen erstaunliche Wandergeschwindigkeiten gefunden. So rutscht der Kangerdlugssuaq-Gletscher heute dreimal so schnell ins Meer wie noch vor einem Jahrzehnt. Auch der Helheim-Glescher ist schneller geworden: um über 40 Prozent in vier Jahren. Wie es bei anderen so genannten Abfluss-Gletschern aussieht, die Schnee und Wasser aus dem grönländischen Binnenland ins Meer transportieren, ist noch unbekannt.

Grönland kann uns eine Menge über die Risiken des Klimawandels erzählen, sagt Krüger. Wir hoffen, dass auch die Umweltminister zuhören werden, die sich hier nächste Woche treffen. Der dänische Umweltminister hat seine Amtskollegen aus 25 Ländern nach Grönland eingeladen, um vom 16. bis 19. August informelle Gespräche über den Klimawandel zu führen. Dabei sollen die Minister die Möglichkeit bekommen, in einem Feldversuch selbst den Gletscherschwund zu erkunden.

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