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Fernsehtipp: Rückkehr der Sintflut

Wie werden unsere Kinder im Jahr 2032 leben? Mit dieser Frage beschäftigt sich die zweiteilige Dokumentation Rückkehr der Sintflut, die am 15. und 22. April, jeweils um 20.15 Uhr, im ZDF ausgestrahlt wird. Sie zeigt, welche Folgen der schleichende Prozess des Klimawandels schon in absehbarer Zukunft haben könnte.

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Experten haben drei Szenarien entwickelt, die mögliche Entwicklungen anschaulich machen. Schauplätze sind Köln, ein Dorf in Bangladesh und New York. Drei Orte, drei Kinder, deren Schicksal wir mitverfolgen können: Christopher, Fatima, Louisa.

Christopher erlebt eine Überflutung, wie er sie schon kennt. Tagelang anhaltender Regen lässt den Rhein anschwellen und über die Dämme treten. Die Stadt versinkt im Wasser. Aufnahmen vom Rheinhochwasser im Jahr 2007 belegen, wie realistisch dieses Szenario bereits heute ist. Nur wenig muss hinzukommen, um eine Katastrophe auszulösen: Der Regen endet nicht, die Trinkwasserversorgung bricht zusammen, Seuchen breiten sich aus.

Fatima und ihre Familie müssen fliehen, als ihr Heimatdorf durch den Meeresspiegelanstieg von der Landkarte verschwindet. Sie versuchen, zur amerikanischen Botschaft nach Dhaka zu gelangen. Wie sie verlieren Zehntausende ihre Heimat und machen sich auf den Weg nach Europa und in die USA. Eine Völkerwanderung ungeahnten Ausmaßes beginnt.

Louisa durchlebt in New York einen der immer häufiger werdenden heftigen Stürme, begleitet von einer schweren Sturmflut. Doch diesmal kommt etwas Neues hinzu: In der Stadt breitet sich ein tropisches Fieber aus. Die Epidemie wird durch Insekten verursacht, die mit der stetig zunehmenden Erwärmung in die Region vorgedrungen sind.

Renommierte Klimaforscher kommentieren die Szenarien. Fundiertes Wissen und einprägsame Bilder machen den Zweiteiler äußerst sehenswert. Der Film ist zudem glaubhaft, weil er nicht überzieht. Die Ausgangssituationen existieren bereits im realen Leben der drei Orte - mit zunehmender Tendenz.

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