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Das Eis im Nordpolarmeer schmilzt

In den vergangenen zwölf Monaten ist die Temperatur von Teilen des Nordpolarmeeres um 0,6 Grad Celsius angestiegen. Die Erwärmung zeige sich bis in eine Meerestiefe von 2000 Metern. Das teilten Forscher des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung mit. Sie hatten sechs Wochen lang an Bord des Forschungsschiffes Polarstern in der Fram-Straße zwischen Spitzbergen und Grönland Messungen vorgenommen.

In dem untersuchten Gebiet strömt warmes Atlantikwasser in das kalte Nordpolarmeer. Der Einstrom wärmeren Wassers führt zu Veränderungen an der Eisdecke auf dem Meer. Anhand von Satellitenaufnahmen lässt sich dieses Jahr ein deutlicher Rückgang der Eisbedeckung im Vergleich zu den beiden Vorjahren in der Fram-Straße und der Barentssee erkennen. Das Resümee der Forscher: Mit der globalen Erwärmung der vergangenen Jahre haben sich auch die Verhältnisse in der Fram-Straße und im Nordpolarmeer geändert.

Das arktische Eis reagiert sehr sensibel auf kleinste Temperaturänderungen, sagt Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid. Das Schrumpfen des Meereises und das Schmelzen der Gletscher ist das sichtbare und zuverlässige Zeichen, dass sich die Erde erwärmt und das Klima sich ändert. Ihr Verschwinden durch den Klimawandel wird dramatische Auswirkungen haben und muss aufgehalten werden. Nur durch eine drastische Verringerung der Treibhausgase lässt sich das Schlimmste verhindern.

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