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19 Tonnen Hilfe

Rund 19 Tonnen an Hilfsgütern hat Greenpeace in die vom Wirbelsturm Stan schwer in Mitleidenschaft gezogene mexikanische Provinz Chiapas gesandt. Dort herrscht für rund zwei Millionen Menschen seit Anfang Oktober größte Not. Zu verdanken ist die Hilfssendung der Großzügigkeit der Mexikaner und der mexikanischen Greenpeace-Förderer. Sie trugen in nur acht Tagen die Hilfsgüter am Greenpeace-Büro in Mexikostadt zusammen. Am Donnerstag trafen nun die ersten beiden LKW mit Kleidung, Nahrung und Wasser in der Stadt Comitan ein.

Unsere Greenpeace-Kollegen aus Mexiko teilten uns mit, dass sie noch bis zum 20. November Hilfgüter für das unmittelbare Überleben entgegennehmen werden. Danach wollen sie sich darum kümmern, dass Baumaterial in die Katastrophenregion gelangt.

Greenpeace rief Politiker und Verantwortliche auf, nicht zu versuchen, aus dem Unglück der Menschen Kapital zu schlagen. Insbesondere Supermarktleiter wurden aufgefordert, nicht die Preise für Güter des täglichen Bedarfs anzuheben und den Notleidenden auch noch den letzten Cent aus der Tasche zu ziehen. Von der Regierung in Mexikostadt fordert Greenpeace, sich stärker im Kampf gegen die Ursachen für die schweren Umweltkatastrophen zu engagieren. Mit größter Sorge blicken unsere Kollegen auf das Herannahen des nächsten Hurrikans, Wilma, der ebenfalls auf die Halbinsel Yucatan zusteuert.

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