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Dreckiges Geschäft mit geschmolzenem Eis

Das Eis der Arktis schmilzt schneller, viel schneller als erwartet - das zeigen aktuelle Satellitenbilder der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA). Bereits 2020 könnte das Nordpolareis im Sommer komplett verschwunden sein. Und schon gibt's Streit über die Ausbeutung der dortigen Öl- und Gasvorkommen.

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Forscher beurteilen das Abschmelzen des Meereises um eine Million Quadratkilometer innerhalb eines Jahres als extrem. Noch nie - seit Beginn der Satellitenbeobachtung vor 30 Jahren - íst die Eisfläche im Sommer so weit zurückgegangen. Zum Vergleich: In den vergangenen zehn Jahren verringerte sich das Meereis durchschnittlich um 100.000 Quadratkilometer pro Jahr.

Das ist schockierend. Alle bisherigen wissenschaftlichen Untersuchungen haben so ein Ergebnis nicht vorhergesehen, sagt Jörg Feddern, Energieexperte bei Greenpeace. Das zeigt, dass der Klimawandel und seine Folgen unkalkulierbar sind.

Dass den Eisbären die Existenzgrundlage entzogen wird, ist bekannt. Doch auch für den Menschen hat das Schwinden des arktischen Eises Folgen. Denn die Arktis ist ein sensibles Ökosystem mit einer Vielzahl an Kleinstlebewesen. Diese stehen am Anfang der Nahrungskette, die über Fische beim Menschen endet.

Doch statt die Ursachen des fatalen Klimawandels zu bekämpfen, erheben Anrainerstaaten wie Russland, die USA und Norwegen territoriale Ansprüche auf das Gebiet. Denn unter dem schmelzenden Eis werden Öl und Gas vermutet. Das ist an Zynismus und Kurzsichtigkeit nicht zu überbieten, so Feddern. Da wollen die Rohstoffe fördern, deren Verbrennung ja gerade für den Klimawandel und das Schmelzen des Polareises verantwortlich ist. Da hilft nur eins: Die Arktis muss unter Schutz gestellt werden.

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