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Abstimmung für den besten VW-Film läuft

Zwei Wochen hatten alle Teilnehmer Zeit, dann mussten die Beiträge für den internationalen Filmwettbewerb von Greenpeace fertiggestellt sein. Alle Beiträge sollten sich um das Motto Zeig das wahre Gesicht von Volkswagen drehen und maximal eine Minute lang sein. Eine Vorgabe, die Überraschendes hervorbrachte.

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Das Ziel des Filmwettbewerbs ist es, den deutschen Autohersteller Volkswagen mit seinen eigenen Werbebotschaften zu konfrontieren. Für die Teilnehmer gab es aber noch einen weiteren Ansporn: Dem Gewinner winkt ein Preisgeld von 5.000 britischen Pfund (entspricht circa 5.700 Euro), um damit seine Idee in einem richtigen Greenpeace-Spot umzusetzen.

Bevor es so weit ist, ist der Zuschauer an der Reihe. Alle 80 Beiträge - die oftmals mit ausgefallenen Ideen und sehenswerter Technik aufbereitet sind - stehen für vier Wochen auf der Seite http://films.vwdarkside.com/ bereit. Die 12 Filme mit den besten Bewertungen kommen in die Endrunde. Eine fünfköpfige Fachjury wird daraus den Sieger erwählen.

Mit dem Filmwettbewerb knüpft Greenpeace an die bisherige Kampagne gegen Volkswagen an. Eine Parodie des VW-Werbefilms im Zeichen der Star Wars-Trilogie von George Lucas machte den Anfang einer Kampagne. Nun waren die Unterstützer und Filmbegeisterten beim Internationalen Filmwettbewerb selbst gefragt, einen weiteren Anti-VW-Spot auf die Beine zu stellen.

Millionen für Werbung, Aufpreis für Spritspartechnik

Ansatzpunkte und Ideen dafür hat Volkswagen selbst genug geliefert. So wird der größte Autohersteller Europas seiner Verantwortung für das Klima nicht gerecht und bietet seine Spritspartechnik Blue Motion nur gegen überhöhten Aufpreis an. Gleichzeitig gibt der Konzern jedes Jahr Millionen für irreführende Werbung und Lobbyarbeit gegen strengere EU-Klimaziele aus. , sagt Wolfgang Lohbeck, Verkehrsexperte von Greenpeace. Die Werbung soll vor allem das Umweltbewusstsein ins Rampenlicht rücken.

Schon seit Juni fordert Greenpeace den Autohersteller auf, ein europaweites CO2-Reduktionsziel zu unterstützen sowie die Fahrzeugflotte effizienter zu machen. Denn in den nächsten Jahren wird die Europäische Union über zwei wichtige Gesetzesvorhaben für besseren Klimaschutz entscheiden. Eines dieser Gesetze betrifft den erlaubten Grenzwert für CO2-Emissionen bei Neuwagen. Das andere Gesetz betrifft die Anhebung des europaweiten Reduktionszieles für CO2-Emissionen auf 30 Prozent (gegenüber dem Vergleichsjahr 1990).

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