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Verbände entlarven Kritik an "ohne Gentechnik"-Label als unberechtigt

Seit dem 1. Mai 2008 gibt es die neue Kennzeichnung ohne Gentechnik. Verbraucher und Verbraucherinnen profitieren von dem neuen Label. Doch dieselben Verbände, die sich seit Jahren gegen eine EU-weite Regelung zur Kennzeichnung von tierischen Produkten sperren, torpedieren es. Ihr Vorwurf: Es sei Verbrauchertäuschung. Umwelt- und Verbraucherverbände weisen diese Kritik zurück.

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Alle Lebensmittel, die mit ohne Gentechnik gekennzeichnet sind, sind frei von gentechnisch veränderten Zutaten. Im Tierfutter werden nur Verunreinigungen bei Gen-Pflanzen bis maximal 0,9 Prozent toleriert - und nur dann, wenn der Hersteller bei der zuständigen Kontrollbehörde nachweisen kann, dass die Verunreinigung zufällig und technisch unvermeidbar war.

Wer sich gegen die neue Kennzeichnungsmöglichkeit ausspricht, will den Verbrauchern die Wahlfreiheit nehmen und sie weiter bevormunden. Die Verbände fordern Hersteller und Handel auf, die neue Kennzeichnung zu nutzen und ohne-Gentechnik-Produkte ins Sortiment aufzunehmen. Nur so erhalten Verbraucher endlich Wahlfreiheit.

Zudem: Je mehr gentechnikfreie Futtermittel die deutsche Lebensmittelwirtschaft nachfragt, desto mehr und kostengünstigere Anbieter wird sie finden. Die gentechnikfreie Landwirtschaft wird auf diese Weise weltweit gestärkt.

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