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Studie lässt Gen-Planzen schlecht aussehen

Die umfangreichste Studie weltweit zu Gen-Pflanzen und den Folgen ihres Anbaus für die Natur ist gestern in London vorgestellt worden. Nach dieser Untersuchung geht es Vögeln und Bienen in Feldern mit herkömmlicher Rapsbepflanzung deutlich besser als auf Äckern, auf denen Gen-Raps wächst. Die Studie präsentiert die Ergebnisse der über vier Jahre gelaufenen Farm Scale Evaluation (FSE), die von der britischen Regierung initiiert wurde.

Auf den Feldern mit genmanipuliertem Winterraps fand man weniger Samenkörner laubblättriger Unkräuter. Gerade von ihnen ernähren sich jedoch die Vögel auf dem Land. Auf den Feldern konnten auch nur halb so viele Bienen und sogar zwei Drittel weniger Schmetterlinge gezählt werden. Als Vergleich dienten Felder mit traditionellem Winterraps.

Es ist keine Überraschung, dass die Untersuchung in Großbritannien die negativen Auswirkungen für die Umwelt bestätigt hat, sagt Sarah North, Gentechnikexpertin bei Greenpeace Großbritannien. Schon ein flüchtiger Blick nach Argentinien, Kanada oder in die USA, wo Gen-Pflanzen seit Jahren angebaut werden, zeigt, zu was für einem Albtraum Gen-Pflanzen sich entwickelt haben: Farmer mussten die Landwirtschaft aufgeben, immer mehr Unkrautvernichtungsmittel müssen gespritzt werden, herkömmliche Nutzpflanzen wurden im großen Maßstab kontaminiert, Super-Unkräuter breiten sich aus und angeblich sicheres Gen-Food musste zurückgerufen werden. (mir)

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