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Nicht identifizierbares Gen-Material in US-Reis entdeckt

Die Reissorte Clearfield 131 von BASF soll eigentlich frei von genetischen Veränderungen sein. Dennoch wurden im Test einer privaten Firma Spuren von genetischem Material entdeckt. Das kam in den USA bereits vor. Neu dagegen ist, dass niemand sagen kann, um welche Genvariante es sich bei den Spuren handelt. Die zuständige Behörde des US-Landwirtschaftsministeriums stoppte den Vertrieb und die Aussaat bis auf Weiteres.

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Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace, sagt dazu: Bis die zuständigen US-Behörden reagierten, musste erst alles vollständig außer Kontrolle geraten. Die gentechnische Verunreinigung mit einer weiteren Gen-Reisvariante macht deutlich, dass die Industrie die Gen-Pflanzen ganz und gar nicht unter Kontrolle hat und die Behörden der Situation hilflos gegenüberstehen.

Zwar ist der Anbau einiger genetisch veränderter Reissorten in den USA legal, dennoch werden sie von den Bauern gemieden. So wird die Sorte Cheniere nach Beschluss der Reisbauern boykottiert, weil im Saatgut Spuren des Bayer-Genreises LL601 gefunden wurde - und Gen-Reis ist auf den Lebensmittelmärkten schwer abzusetzen.

Während in der EU die illegale gentechnische Verunreinigung von US-Reis hohe Wellen schlug, versuchten die US-Behörden die Angelegenheit herunterzuspielen. Sie erteilten dem vergangenes Jahr in der Reis-Ernte entdecktem Gen-Reis LL601 von Bayer sogar schnell noch eine nachträgliche Zulassung, so Brendel weiter.

Clearfield 131 und Cheniere wurden 2006 auf über einem Viertel der Reisanbaufläche von Arkansas gepflanzt. Durch den Verzicht auf diese beiden Sorten droht im Frühjahr eine Saatgutknappheit.

Die US-Reisindustrie bemüht sich seit geraumer Zeit nachzuweisen, dass ihr Saatgut gentechnikfrei ist. Die US-Regierung stuft den Verzehr genetisch veränderter Lebensmittel als unbedenklich ein, doch auf den Exportmärkten finden diese keinen Absatz. Besonders in der EU wehrt sich die Bevölkerung gegen die Einfuhr der Risiko-Produkte.

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