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Gericht bestätigt Gen-Mais-Verbot

Erneute Schlappe für den US-Konzern Monsanto: Sein Gen-Mais MON810 bleibt in Deutschland verboten. Das Braunschweiger Verwaltungsgericht hat am Dienstag entschieden, das Anbauverbot vom 14. April 2009 sei rechtmäßig. Monsanto hatte Einspruch gegen das Verbot eingelegt.

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Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass eine Gefahrenlage bestehe. Anhaltspunkte, dass Mensch und Tier durch den Gen-Mais geschädigt werden könnten, seien für das Verbot ausreichend.

Greenpeace-Gentechnikexpertin Stephanie Töwe begrüßte die Entscheidung des Gerichts. Hier werden Umwelt- und Verbraucheranliegen über die Interessen von Industriekonzernen gestellt. Die Entscheidung ist auch ein Erfolg für die Mehrheit der Verbraucher, die den Anbau von Gen-Pflanzen ablehnt, sagte sie.

Greenpeace fordert Ilse Aigner auf, auch auf EU-Ebene gegen die Zulassungen ähnlicher Gen-Maissorten für den landwirtschaftlichen Anbau zu stimmen. Die Gentechnik ist keine Zukunftstechnologie, sondern ein Auslaufmodell. Immer öfter zeigen Forschungsergebnisse, dass von Gen-Mais ökologische Gefahren ausgehen, so Töwe.

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