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EU-Kommission muss bei Gentechnik erneut zurückstecken

Das dritte Mal in Folge ist die EU-Kommission mit dem Versuch gescheitert, EU-Länder zum Anbau von Gen-Pflanzen zu zwingen. Die Umweltminister der Europäischen Union haben heute den Antrag der Kommission abgelehnt, das nationale Anbauverbot von Gen-Pflanzen in Ungarn aufzuheben.

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Die Umweltminister haben für die Umwelt und im Sinne der Verbraucher gestimmt, die den Anbau von Gen-Pflanzen ablehnen. Der Kommission ist zu raten, dass sie endlich die Interessen der Bevölkerung wahrnimmt und nicht die der Gentechnikindustrie, kommentiert Ulrike Brendel, Gentechnik-Expertin von Greenpeace die Entscheidung der Minister.

Ungarn hat ebenso wie Österreich, Polen und Griechenland ein nationales Anbauverbot für Gen-Mais mit der Begründung erlassen, dass die Risiken nicht ausreichend erforscht sind. Diese Länder handeln nach dem Vorsorgeprinzip, denn einmal freigesetzte Pflanzen lassen sich nicht wieder zurückholen.

Wie schnell sich Gen-Pflanzen ungewollt ausbreiten, zeigt auch ein von Greenpeace am 19. Februar 2007 veröffentlichter Bericht. Er beschreibt allein für 2006 weltweit zwei Dutzend Fälle, bei denen Gen-Pflanzen gefunden wurden, wo sie nicht hingehörten.

Während andere europäischen Länder berechtigte Bedenken gegen den Anbau von Gen-Mais haben und dessen Aussaat verbieten, soll auf den Äckern in Deutschland dieses Jahr wieder genmanipulierter Mais wachsen. Landwirtschaftsminister Seehofer muss endlich handeln und auch in Deutschland einen Anbaustopp verhängen.

(Autorin: Anja Franzenburg)

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