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Essen ohne Gentechnik im Jahr 2010

Ab sofort ist der aktualisierte Einkaufsratgeber Essen ohne Gentechnik online verfügbar. Die Printversion folgt im Sommer. Erfreulich ist, dass zwei weitere Molkereien auf eine gentechnikfreie Fütterung der Milchkühe umgestellt haben. Andere Anbieter von Milchprodukten haben angekündigt, dieses Ziel anzustreben. Doch es gibt auch Premiummarken wie Weihenstephan, die nach wie vor mit Gen-Pflanzen produziert werden.

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Seit dem 1. Januar füttern die 1850 Landwirte der Milchwerke Berchtesgardener Land ihre Kühe ohne Gen-Pflanzen. Auch die Molkerei Allgäuland Käsereien garantiert für die Frischmilch der Marke Bergbauern eine gentechnikfreie Fütterung. Beide Unternehmen planen die Kennzeichnung der Produkte mit dem ohne Gentechnik-Siegel.

Immer mehr Molkereien stellen um - insbesondere unter den Anbietern von Premiummilchprodukten, erklärt Gentechnikexperte Alexander Hissting von Greenpeace. Auch die Joghurthersteller Ehrmann, Bauer und Zott haben bekundet, eine komplett gentechnikfreie Fütterung anzustreben. Anbieter der Marken Weihenstephan, Bärenmarke und Danone sind immer mehr isoliert in ihrer völligen Weigerung, der Forderung der Verbraucher nach Essen ohne Gentechnik nachzukommen.

Hissting kritisiert weiter, dass die Marken Weihenstephan und Bärenmarke mit Alpenidylle beworben werden, die Kühe aber Gen-Soja aus Südamerika fressen würden. Die Milch komme zum Teil nicht einmal aus dem Alpengebiet. Das sei Verbrauchertäuschung. Verbraucher seien zudem bereit, mehr Geld für Premiummarken zu zahlen, weil sie Qualtät erwarten. Stattdessen würden sie aber den Anbau von Gen-Pflanzen finanzieren.

Die stete Nachfrage nach dem Ratgeber Essen ohne Gentechnik zeigt allerdings, dass viele Verbraucher beim Einkaufen der Risikotechnologie eine Absage erteilen wollen. Wenn auch Sie Milch, Joghurt, Fleisch und Eier aus gentechnikfreier Tierfütterung kaufen wollen, können Sie zu Bio-Produkten greifen oder zu den grün gelisteten Produkten im Ratgeber.

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