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EFSA soll Zulassungsverfahren für Gen-Pflanzen überprüfen

In der Debatte um ein sichereres Zulassungsverfahren für Gen-Pflanzen liegt der Ball jetzt bei der EFSA. Die EU-Umweltminister haben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit aufgetragen, das Bewertungsverfahren zügig zu überprüfen und Verbesserungsvorschläge zu machen.

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Was sich aus diesem Vorgehen für die Zukunft ergibt, bleibt abzuwarten. Die Umweltminister haben erkannt, dass die bisherige Sicherheitsprüfung von Gen-Pflanzen in der EU nicht ausreicht, sagt Stephanie Töwe von Greenpeace. Das ist ein erster und wichtiger Schritt, aber damit ist das Problem noch lange nicht gebannt.

Die Gentechnikexpertin fordert die EU-Kommission auf, unter diesen Bedingungen keine weiteren Gen-Pflanzen in der EU zuzulassen.

Die EU-Minister hatten am 4. Dezember auch über Grenzwerte für Verunreinigungen von Saatgut diskutiert. Bislang gibt es keine solchen Grenzwerte. Das heißt, es gibt keine zulässige Verunreinigung. Das soll sich nun ändern. Es sollen Grenzwerte auf niedrigem Niveau festgelegt werden.

Einerseits wird erkannt, dass die Sicherheitsbewertung für Gen-Pflanzen unzureichend ist, andererseits soll für Saatgut bei Verunreinigung durch Gen-Saaten ein Grenzwert eingeführt werden, kritisiert Töwe. Das ist absurd. Es darf für Saatgut nach wie vor keinen Grenzwert geben. Das würde zu einer schleichenden Verunreingung führen, die nicht mehr kontrollierbar ist. Die gentechnikfreie Landwirtschaft würde erschwert.

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