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BASF beantragt Zulassung der Gen-Kartoffel Fortuna

Der deutsche Chemiekonzern BASF hat bei der EU die Zulassung einer gentechnisch veränderten Speisekartoffelsorte beantragt. Die "Fortuna" ist laut BASF gegen Kraut- und Knollenfäule geschützt.

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Obwohl die meisten Verbraucher Gentechnik im Essen ablehnen, will die BASF weiterhin riskante Gen-Pflanzen durchsetzen, sagt Stephanie Töwe, Gentechnikexpertin bei Greenpeace.

Nach der gefloppten Stärkekartoffel Amflora soll nun eine genmanipulierte Speisekartoffel auf den Markt gebracht werden.

Eine Greenpeace-Umfrage von 2010 zeigt, dass die großen Pommes- und Chipshersteller nicht planen, Fortuna zu verarbeiten. Die genmanipulierte Speisekartoffel würde allein durch Kontrollen und Trennung enorme Kosten verursachen und dem Image schaden.

Verunreinigungen sind zudem vorprogrammiert: Schon beim kleinflächigen Anbau der Amflora ist es der BASF 2010 nicht gelungen, diese von einer anderen, nicht zugelassenen Gen-Knolle zu trennen.

Damit unser Grundnahrungsmittel Kartoffel auch zukünftig gentechnikfrei bleibt, darf es keinen kommerziellen Anbau von Amflora oder Fortuna geben. Die Kraut- und Knollenfäule ist auch durch gute fachliche Praxis mit Fruchtfolge und entsprechender Sortenauswahl in den Griff zu bekommen, sagt Töwe.

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