Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Protest gegen Kohlestrom für Thailand

Greenpeace-Aktivisten haben am Donnerstag in Thailand den Bau eines Kohlekraftwerks unterbrochen. Sie erkletterten den Hauptkran auf der Baustelle des Kraftwerks in der Stadt Rayong und entfalteten ein Banner mit der Aufschrift Stoppt Kohle.

Das Kraftwerk soll eine Kapazität von fast 1500 Megawatt haben und 2006 fertiggestellt sein. Hat es den Betrieb erst einmal aufgenommen, wird es innerhalb von 20 Jahren fast 230 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausstoßen - eine erhebliche Belastung für das Klima. Den lukrativen Liefervertrag für die Kohle hat sich das australische Unternehmen Rio Tinto gesichert.

Der von Menschen verursachte Klimawandel wird für immer häufigere und heftigere Wetterextreme verantwortlich gemacht. Hauptleidtragende sind die Entwicklungsländer, zu denen auch Thailand gehört. Der südostasiatische Staat ist erst vor kurzem von einer katastrophalen Dürre heimgesucht worden. Betroffen waren 63 von 76 Provinzen und mehr als neun Millionen Menschen.

Tara Buakamsri von Greenpeace Südostasien: Trotz der Gefahr für Klima und Entwicklungsländer hören die Konzerne nicht auf, ihre Kohlekraftwerke zu bauen. Dieser Skandal muss aufgedeckt und gestoppt werden. Die Zukunft von Menschen und Natur in Thailand steht auf dem Spiel. Darum: Keine Kohle mehr!

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Kohleausstiegsgesetz

Entwurf für ein Gesetz zum Kohleausstieg von Greenpeace und Client Earth

Mehr zum Thema

Schmutzig gemacht

Die Machenschaften des tschechischen Finanzinvestors EPH holen den Vattenfall-Konzern in seinem Heimatland Schweden ein: Dem Energieversorger hängt dort eine „Braunkohleaffäre“ an.

„Für das Klima ein Desaster“

Auch das Klimaziel 2030 wird verfehlt, die Lücke von 2020 erst 2025 geschlossen – die Studie des DIW birgt schlimme Zahlen. Greenpeace verklagt die Klimapolitik der Regierung.  

# Not My Klimapaket

1,4 Millionen Menschen forderten mehr Klimaschutz, die Regierung hat mit dem Maßnahmenpaket jedoch nicht geliefert. Ein Kommentar von Greenpeace.