Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Kritik am Energie- und Klimapaket der Bundesregierung

Vor dem Hintergrund der laufenden Beratungen im Bundestag stellen Umweltverbände die zentralen Vorhaben des Energie- und Klimapakets der Bundesregierung infrage. Die Verbände sorgen sich um die Durchschlagskraft der Gesetzesvorlagen zum Klimaschutz.

  • /

Schon die im Sommer 2007 in Meseberg vereinbarten Beschlüsse wurden von DNR, NABU, BUND, DUH, WWF und Greenpeace als unzureichend kritisiert. Die Verbände gehen davon aus, dass auch mit den jetztigen Gesetzesvorlagen die angestrebte Senkung der Treibhausgase um 40 Prozent bis 2020 nicht erreicht werden kann.

Die Vorhaben der Bundesregierung weisen in verschiedenen Bereichen Schwachstellen auf. So kritisieren die Umweltverbände Maßnahmen in unterschiedlichen Bereichen. Dazu gehören Themen wie Erneuerbare Energien und Wärme, Agrotreibstoff, Kohlekraftwerke, Kraft-Wärme-Kopplung und das Emissionshandelssystem.

In Bezug auf die Beimischungsquote von Agrosprit fordert Greenpeace-Waldexperte Martin Kaiser: Drei Wochen vor dem UN-Urwaldgipfel in Bonn muss Deutschland als Gastgeber eiin deutliches Signal setzen, dass Agrosprit der falsche Weg ist für den Urwald- und Klimaschutz. Was wir wirklich brauchen, sind ein Tempolimit und sparsamere Autos.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Bilanztricks bei der LEAG

Die Zahlen sind alarmierend: dem Lausitzer Braunkohlekonzern LEAG fehlen Milliarden für die Renaturierung. Zu diesem Schluss kommen die Wirtschaftsprüfer von Cordes + Partner in einer von Greenpeace beauftragten Stellungnahme.

Mehr zum Thema

Zum Erfolg verdammt

Die UN-Klimakonferenz ist das einzige gemeinsame Instrument der Menschheit, die Erderhitzung aufzuhalten. Was getan werden muss, ist klar; in Kattowitz geht es um das Wie.

Auf den rechten Weg

Eigentlich sollte die Kohlekommission in dieser Woche ihre Ergebnisse vorlegen, nun verzögert sich der Zeitplan. Greenpeace-Aktivisten protestierten: Schließlich drängt die Zeit.

Sicherheit ist Pflicht

Brandenburg und Sachsen müssen vom Energiekonzern LEAG Sicherheiten verlangen für die Kosten von Braunkohletagebau-Renaturierungen. Das zeigt ein Rechtsgutachten.