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Köhlers Beitrag zur Stromlücken-Debatte

Die Angst vor einer Stromlücke hat auch Bundespräsident Horst Köhler erfasst. In der aktuellen Ausgabe des Stern spricht er sich daher für eine Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke aus.

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Bundespräsident Köhler sollte nicht auf die durchsichtige Strategie der Heraufbeschwörung einer Stromlücke hereinfallen, warnt Greenpeace-Energieexperte Andree Böhling. Wenn ein Bundespräsident sich in die aktuelle energiepolitische Debatte einbringt, dann sollte er dieses mit der gebotenen Sachlichkeit tun.

Die Debatte um eine angebliche Versorgungslücke ist das Ergebnis einer Studie der Deutschen Energie Agentur (dena). Diese Studie wurde allerdings von den großen Energiekonzernen in Auftrag gegeben und mitfinanziert. Dagegen sehen die Greenpeace-Studie Plan B - unser nationales Energiekonzept - und eine Studie des Umweltbundesamtes keine Versorgungslücke voraus.

Die Energiekonzerne hoffen von der Angst vor einer Stromlücke zu porfitieren und wollen zudem verhindern, dass in Erneuerbare Energien, Gaskraftwerke und Kraft-Wärme-Kopplung investiert wird. Böhling fordert: Der Bundespräsident sollte sich lieber für den Ausbau dieser Zukunftstechnologien stark machen, anstatt Führsprecher alter Risikotechnologien zu sein.

Publikationen

Klimaschutz: Plan B bis 2020

Die Erde erwärmt sich schneller als bislang vorhergesagt. Es müssen sofort wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen werden - vor allem von Seiten der Politik und Wirtschaft. Die Studie untersucht, wie der vorzeitige Atomausstieg mit dem Klimaschutzziel vereinbar ist, die Emissionen von Treibhausgasen in Deutschland bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent zu senken.

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