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Dank Wind und Sonne

Keine Stromengpässe im Winter

Trotz eisiger Kälte bleiben im ersten Winter nach Beschluss des Atomausstiegs die Stromnetze stabil. Auch bei winterlichen Temperaturen bleibt Deutschland nach Angaben der Bundesregierung unter anderem wegen des wachsenden Anteils von Wind- und Sonnenenergie von Stromausfällen verschont. Der Ausbau von Wind und Solar zahlt sich aus, erklärte eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums in Berlin dazu. Sie tragen wesentlich dazu bei, dass ausreichend Strom bei uns vorhanden ist.

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Die vier Netzbetreiber hätten bereits übereinstimmend darauf hingewiesen, dass das deutsche Stromnetz auch bei niedrigen Temperaturen stabil sei. Gerade an extrem frostigen Tagen zeige sich: Die erneuerbaren Energiequellen brächten Versorgungssicherheit. Es sei sogar Strom exportiert worden.

Horrorszenarien, nach denen die Stromversorgung zusammenbricht und die Preise explodieren, sind unseriös, sagte die Sprecherin unter Berufung auf die Bundesnetzagentur. Die Sprecherin von Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) wies zudem einen Bericht der Bild-Zeitung zurück, nach dem ihr Ressort mit Stromausfällen wegen der anhaltenden Kälte rechne. Es gibt kein Rundschreiben des Umweltministeriums. Die Zeitung hatte berichtet, in einem solchen Schreiben habe das Ministerium Politikern der Koalition Vorschläge gemacht, was sie im Fall von Stromausfällen sagen könnten.

Auch das Bundeswirtschaftsministerium betonte, die Netzsituation sei stabil und die Versorgung in Deutschland zuverlässig.

Publikationen

Der Plan - Deutschland ist erneuerbar!

Der Plan ist das Greenpeace-Senario für einen kompletten Umstieg auf erneuerbare Energien. Deutschland ist erneuerbar, weil ein Ruck durchs Land geht, weil wir AKW abschalten, bereits 17 Prozent Erneuerbare Energien haben und damit international an der Spitze stehen, weil wir in 40 Jahren zu 100 Prozent unseren Strom aus Erneuerbaren Energien beziehen.

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