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IEA - mit CCS und Atomkraft aus der Krise

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat am Mittwoch ihren jährlichen World Energy Outlook veröffentlicht. Darin fordert sie den Umbau der weltweiten Energieversorgung. Doch ihre Rezepte sind halbherzig und ungeeignet, die weltweite Energie- und Klimakrise abzuwenden.

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Es ist zwar zu begrüßen, dass die IEA erstmalig Energiekonzepte entwickelt, die auch auf Klimaschutz und den Ausbau der Erneuerbaren Energien zielen, sagt Greenpeace-Energieexperte Andree Böhling. Diese sollten jedoch auch ernst gemeint sein. Der neue Report zeigt wieder einmal, dass die Cheflobbyisten der Öl-, Kohle- und Atomindustrie in der IEA weiter am längeren Hebel sitzen.

Böhling hält es in hohem Maße für fahrlässig, dass die IEA in ihren Szenarien auf die massive Nutzung von CO2-armen Kohlekraftwerken (CCS) setzt. Es stehe in den Sternen, ob diese Technologie im industriellen Maßstab angesichts ungelöster Probleme und hoher Kosten jemals realisierbar sei.

Den massiven Ausbau der Atomkraft, wie er im IEA-Report beschrieben wird, nennt Böhling ein ökologisches und sicherheitspolitisches Schreckensszenario. Zudem sei ein solcher Ausbau aufgrund gesellschaftlicher Widerstände, hoher Investitionskosten und begrenzter Herstellungskapazitäten vollkommen unrealistisch.

Um die globale Klimakrise zu entschärfen, müssen die Erneuerbaren Energien kombiniert werden mit hocheffizienten Kraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Energieeinsparung. Andree Böhling: Wie eine realistische und zukunftsweisende Energieversorgung aussehen kann, hat Greenpeace in seinem Weltenergiekonzept Energie(r)evolution nachgewiesen. So ist es möglich, zugleich den steigenden Energiepreisen zu begegnen und einen Konjunkturmotor für die stagnierende Weltwirtschaft zu schaffen.

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