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Zweiter Anlauf zur Fusion

Mitte September hat das Bundeswirtschaftsministerium mit einer überarbeiteten Ministererlaubnis erneut grünes Licht für die umstrittene E.ON-Ruhrgas-Fusion gegeben. Den anhaltenden Widerstand von Wettbewerbs- und Verbraucherschützern will die Bundesregierung so schnell wie möglich ausschalten. Beim Düsseldorfer Oberlandesgericht (OLG) beantragte sie deshalb die Aufhebung der Einstweiligen Anordnung beantragen, die den Milliardendeal bisher blockiert.

E.ON und Ruhrgas müssen nach der neuen Erlaubnis mehr Zugeständnisse machen als nach der alten vom 5. Juli. So muss eine größere Menge an importiertem Gas per Versteigerung an die Konkurrenten abgegeben werden. Zudem müssen die Mitbewerber einen geringeren Preis bei den Auktionen zahlen. Die Fusionspartner wurden außerdem verpflichtet, weitere Beteiligungen abzugeben.

Der Leiter des Klima- und Energiebereichs bei Greenpeace, Stefan Schurig, hält die neuen Auflagen bei der Übernahme für reine Kosmetik: Die Fusion ist und bleibt wettbewerbsrechtlich unhaltbar und behindert den Klimaschutz. Er erwartet, dass E.ON sich mit der neu gewonnen Marktmacht gegen den Ausbau dezentraler Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen stellen werde, da das Unternehmen auf zentrale Großkraftwerke setzt. Die dezentralen Anlagen sind wegen ihrer hohen Leistungsfähigkeit aber dringend notwendig für eine klimafreundliche Energieversorgung in Deutschland, so Schurig.

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