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Umweltschweinerei Braunkohle

Noch immer protestieren Greenpeace-Aktivisten auf einem Schaufelradbagger im RWE-Braunkohletagebau Hambach bei Morschenich in Nordrhein-Westfalen. Auch nach über 50 Stunden geben die Greenpeace-Aktivisten nicht auf. Als Demonstration gegen die Umweltschweinerei Braunkohle haben die Umweltschützer den 96 Meter hohen Bagger am frühen Samstagmorgen schweinchen-rosa angestrichen. Der Protest, der am Donnerstag früh begonnen hatte, richtet sich gegen die Klima- und Umweltzerstörung durch Braunkohle.

Greenpeace fordert den Ausstieg aus der Braunkohle und den Ausbau Erneuerbarer Energien. Anlass für den Protest in Hambach ist die internationale Konferenz für Erneuerbare Energien renewables 2004, die am kommenden Dienstag in Bonn beginnt.

RWE muss die Konferenz zum Anlass nehmen, seine klimaschädliche Energiepolitik zu ändern, fordert Gabriela von Goerne, Energieexpertin von Greenpeace. Den Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Braunkohle ist eine Energieform von vorgestern.

Bei der Verbrennung von Braunkohle entsteht besonders viel klimaschädliches Kohlendioxid. Außerdem zerstört der Tagebau ganze Landstriche. Dennoch will RWE zwei neue Braunkohlekraftwerke in der Region bauen. Diese würden auf weitere Jahrzehnte das Klima schwer belasten.

Auf der Konferenz renewables 2004 diskutieren Vertreter von mehr als 80 Staaten über die Förderung Erneuerbarer Energien. Ausgespart werden allerdings die Privilegien für fossile und atomare Energie. So sind beispielsweise Braun- und Steinkohle in Deutschland von der Stromsteuer befreit.

Dadurch wird der Wettbewerb auf dem Strommarkt verzerrt - zu Ungunsten der Erneuerbaren Energien und Gas. Die beste Förderung für Erneuerbare Energien ist deshalb, die Förderung für Kohle zu beenden, sagt von Goerne.

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