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Treffen der Braunkohlegegner in Brandenburg

Am 28. November findet in Groß Gastrose (Brandenburg) die Veranstaltung "Klimaschutz kennt keine Grenzen" statt. Das Treffen örtlicher Initiativen möchte durch eine öffentliche Aktion einen Beschluss verabschieden, der verbindliche Vereinbarungen in Kopenhagen fordert. Denn auf beiden Seiten der Neiße wollen Energieunternehmen Dörfer umsiedeln und Landschaften vernichten, um den Braunkohleabbau weiter voranzutreiben.

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Die Städte Groß Gastrose und Gubin/Brody (Polen) und Umgebung fürchten um ihre Existenz. Denn der schwedische Energiekonzern Vattenfall plant, den Braunkohleabbau in dieser Region weiter auszubauen. Es würden Dörfer umgesiedelt, um eine Energiequelle zu fördern, die dem Klima massiv schadet. Zudem werden Landschaften zerstört und CO2 verpresst. Schon jetzt haben die Bewohner dieser Region ohne eigenes Zutun einen CO2-Ausstoß pro Kopf, der weit über dem Durchschnitt liegt. Deshalb fordern sie eine Energieversorgung, die zu hundert Prozent nachhaltig ist.

Um die Region nachhaltig gestalten zu können, soll bei der morgigen Veranstaltung zunächst über die Situation der Region aufgeklärt werden. Unter anderem spricht Klimaexpertin Anike Peters von Greenpeace über Braunkohle und die Folgen des Klimawandels. Anschließend werden eine Bürgerdiskussion und ein gemeinsamer Fackelzug stattfinden, an dessen Ende eine öffentliche Aktion an der Neiße steht.

(Autorin: Veronika Kolb)

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