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Sternmarsch gegen Vattenfall-Tagebau

Am 2. Januar 2011 protestieren die vom Vattenfall-Tagebau Jänschwalde-Nord bedrohten Ortschaften Kerkwitz, Atterwasch und Grabko. Zum vierten Mal gibt es einen Sternmarsch gegen Vattenfalls Vorhaben, in der Lausitz neue Braunkohletagebaue zu eröffnen.

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Braunkohle ist der klimaschädlichste aller Energieträger: Eine Tonne Braunkohle verursacht bei der Verbrennung etwa eine Tonne klimaschädliches Kohlendioxid (CO2). Doch Vattenfall will trotzdem weiter am Klimakiller Braunkohle festhalten und aktuellen Planungen zufolge fünf weitere Braunkohletagebaue erschließen.

Die Verfeuerung der noch zum Abbau geplanten Braunkohle würde zwei Milliarden Tonnen CO2 freisetzen und hätte außerdem die Abbaggerung von vier Dörfern und weiteren Ortsteilen, der Heimat von mehr als 3.500 Menschen, zur Folge.

Dies wollen die Betroffenen sowie weitere energiepolitisch interessierte Menschen der Region nicht zulassen. Wieder treffen sich am ersten Sonntag des neuen Jahres Betroffene und Unterstützer zu Protest, Gesprächen und gegenseitiger Ermutigung.

Der erste Sternmarsch im Januar 2008 war eine Reaktion auf die Bekanntgabe der Pläne, die Dörfer Kerkwitz, Atterwasch und Grabko für den neuen Tagebau Jänschwalde-Nord umzusiedeln. Inzwischen ist der Sternmarsch ein Zeichen für die Kontinuität des Widerstandes geworden.

Gäste sind herzlich eingeladen und können sich einem der drei Züge anschließen: Entweder 13:00 Uhr in Grabko (Gaststätte), 13:15 Uhr in Atterwasch (Feuerwehr) oder 13:30 Uhr in Kerkwitz (Ortsmitte). Von diesen Treffpunkten aus kann man gemeinsam mit den Bewohnern zu dieser besonderen Neujahrswanderung aufbrechen. Die Züge treffen sich gegen 14:00 Uhr auf einer Wiese zwischen den drei Orten.

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