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Protest auf Schornsteinen in Moorburg

Greenpeace-Aktivisten haben auf dem Baugelände des geplanten Steinkohlekraftwerks Moorburg protestiert. Kletterer hängten ein Banner zwischen den beiden 50 Meter hohen Schornsteinen des bereits vorhandenen Gasturbinenkraftwerks auf: "Ole von Beust: Stopp Klimakiller Kohle!"

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Greenpeace fordert den Ersten Hamburger Bürgermeister Ole von Beust (CDU) auf, das Genehmigungsverfahren des klimaschädlichen Steinkohlekraftwerks und die Bauarbeiten sofort zu stoppen. Von Beust hatte dem Energiekonzern Vattenfall im November 2007 mit einem Vorbescheid zur Genehmigung den Weg für den vorzeitigen Baubeginn geebnet.

Der Bau des umstrittenen Kohlekraftwerks widerspricht allen Aussagen Ole von Beusts zum Klimaschutz, erklärt Andree Böhling, Klimaexperte bei Greenpeace. Es darf nicht sein, dass Vattenfall mit der Unterstützung des Senats den Bau eines Klimakillers vorantreibt, den die Bevölkerung nicht will.

In Hamburg wird am kommenden Sonntag, dem 24. Februar, eine neue Bürgerschaft gewählt. Böhling fordert für die Wählerinnen und Wähler die Chance ein, dann ergebnisoffen über die zukünftige Energieversorgung und den Bau neuer Kraftwerke in Hamburg zu entscheiden. Dies sei nur möglich, wenn die Bauarbeiten in Moorburg sofort gestoppt würden.

Greenpeace hat in der vergangenen Woche eine repräsentative Umfrage veröffentlicht, nach der sich 66 Prozent der Hamburger Bevölkerung gegen den Bau des Steinkohlekraftwerks aussprechen. Auch 62 Prozent der CDU-Wähler sind gegen das Projekt. Gleichzeitig haben sich die Spitzenkandidaten von SPD, GAL und Linke auf Anfrage von Greenpeace in ihren schriftlichen Antworten eindeutig gegen den Bau des Kraftwerks positioniert. Diese Parteien hätten nach aktuellen Meinungsumfragen eine rechnerische Mehrheit in der neuen Hamburger Bürgerschaft.

Mit der Inbetriebnahme des Steinkohlekraftwerks in Moorburg würde in der Hansestadt der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid auf einen Schlag um 8,5 Millionen Tonnen jährlich erhöht - eine Steigerung um 70 Prozent. Dies widerspricht nicht nur einer zukunftsverträglichen Energieversorgung für Hamburg, sondern auch den Klimaschutzzielen der Bundesregierung. Danach soll der Ausstoß von Treibhausgasen bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 reduziert werden.

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