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Nein zu neuem Kohlekraftwerk

Der erste Stein ist schon zu viel - wenn es sich um ein Kohlekraftwerk handelt. 15 Greenpeace-Aktivisten protestierten am Freitag während der Grundsteinlegung in Hamm gegen den Neubau des RWE-Kraftwerks.

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Kohle zerstört das Klima. Diesen Satz haben die Aktivisten auf eines ihrer Banner geschrieben. Damit wenden sie sich auch an Bundeskanzlerin Angela Merkel und kritisieren die Umweltpolitik der Regierung.

Angela Merkel lässt sich von der Energieindustrie Sand in die Augen streuen, sagt Greenpeace-Sprecher Jörg Feddern. Auch wenn hier in Hamm tatsächlich ein kleines altes Kraftwerk durch ein neues großes ersetzt wird, ändert das nichts daran, dass es in der Unternehmenspolitik von RWE keinen grundsätzlichen Wechsel von alt und dreckig hin zu neu und modern geben wird.

Kohle gilt als einer der größten Klimakiller. Mit rund 178 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr trägt der Energiekonzern RWE in erheblichem Maße dazu bei. Durch den Kauf von Verschmutzungsrechten aus China und Indien will der Konzern seine Reduktionsverpflichtungen erfüllen.

Jeder kann in den RWE-Unternehmensberichten nachlesen, dass RWE nur kurzfristigen Profitinteressen nachgeht, statt das Klima zu schützen, kommentiert Feddern. Der Energieriese sichert sich Kohlendioxidzertifikate in Entwicklungsländern, um diese im eigenen Land anzurechnen.

Das neue Kraftwerk in Hamm wird das Klima mit neun Millionen Tonnen CO2 jährlich belasten. Bei einer Laufzeit von 40 Jahren würden dadurch mehr als 70 Milliarden Euro an Klimafolgekosten entstehen. Die Bundesregierung geht dabei von 205 Euro pro jeder Tonne CO2 aus.

Mit neuen Kohlekraftwerken wird der Klimaschutz ad absurdum geführt, so Feddern. Jedes neue Kohlekraftwerk ist eins zu viel. Geplant sind 25. So wird jeder Versuch der Bundesregierung, mühsam Klimagase einzusparen, hinfällig. Um die Klimaschutzziele noch zu erreichen, muss Frau Merkel endlich die Energiekonzerne dazu bewegen, statt in Kohlekraft in Erneuerbare Energien zu investieren.

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