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Keine neuen Tagebaue, Herr Ministerpräsident!

Tausend Menschen haben ihren Namen auf das Banner geschrieben, das Greenpeace-Aktivist/innen heute in Magdeburg an Ministerpräsident Reiner Haseloff übergeben. Mit ihrer Unterschrift sprechen sie sich gegen den zerstörerischen Abbau und die weitere Nutzung klimaschädlicher Braunkohle in Sachsen-Anhalt aus.

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Die Unterschriften wurden vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im März 2011 in Magdeburg und Halle gesammelt. Das Banner bekommt der neue Ministerpräsident als energiepolitisches Begrüßungsgeschenk überreicht. Er wird aufgefordert, sich für eine echte Energiewende einzusetzen. Neben den Greenpeace-Aktivist/innen nehmen auch Mitglieder einer lokalen Bürgerinitiative an der Unterschriftenübergabe teil.

Es stimmt nicht, dass wir durch den Atomausstieg nun die Braunkohle, den klimaschädlichsten aller Energieträger, brauchen. Die Bedrohung durch den Klimawandel wird mit jeder verfeuerten Tonne Braunkohle größer!, argumentiert Frederik Bub, Energie-Ansprechpartner der Greenpeace-Gruppe Halle. Statt weiter auf ein klimaschädliches Auslaufmodell zu setzen, müssen und können wir bis spätestens 2030 aus der Braunkohleverstromung aussteigen. Ministerpräsident Haseloff muss endlich die Zeichen der Zeit erkennen und sich mit voller Kraft für den Ausbau der Erneuerbaren Energien einsetzen.

Haseloff befürwortet die klimaschädliche Braunkohle

Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (MIBRAG) plant den Bau eines neuen Braunkohlekraftwerks in Profen. Für dieses soll ein neuer Tagebau bei Lützen aufgeschlossen werden. Laut den Planungen der MIBRAG müssten dafür die Dörfer Schweßwitz, Michlitz, Röcken, Sössen, Bothfeld, Gostau, Kölzen, Stößwitz und Ellerbach den Baggern weichen. Ministerpräsident Haseloff spricht sich bisher für die weitere Nutzung der Braunkohle aus.

Gegen einen neuen Tagebau in der Region Lützen im Süden von Sachsen-Anhalt wurde 2006 die Bürgerinitiative Röcken, Sössen & Lützen von direkt betroffenen BürgerInnen gegründet. Heimat soll hier unwiederbringlich zerstört werden. Und das, obwohl sich 87 Prozent der Anwohner bei einer Bürgeranhörung gegen einen Tagebau Lützen ausgesprochen haben. Von Akzeptanz für dieses klimaschädliche Vorhaben kann keine Rede sein, so Dorothee Berthold, Mitglied der Bürgerinitiative.

Der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung ist möglich

Bis 2050 kann und sollte Deutschland vollständig auf fossile Energieträger verzichten und 100 Prozent der Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien decken. Zu dieser Schlussfolgerung kommen mehrere Studien, unter anderem vom Umweltbundesamt (UBA), vom Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU).

Greenpeace hat mit Der Plan ein konkretes Szenario für den schrittweisen Ausstieg aus der Kohle vorgelegt. Es belegt: Bis 2030 kann Deutschland aus der Braunkohleverstromung aussteigen.

Fresh Air!

Am Samstag, dem 16. Juli veranstaltet die Bürgerinitiative CO2ntra Endlager in Ortwig/Groß Neuendorf ein Fresh Air-Festival. Es richtet sich gegen Pläne des Energieversorgers Vattenfall. Er will in der Region den Abbau von Braunkohle ausweiten und CO2 unterirdisch lagern.

Greenpeace-Aktivisten werden den Protest mit einem rund zehn Meter langen und vier Meter hohen Braunkohlebagger unterstützen. Der Bagger bedroht symbolisch ein Dorf und einen Windpark.

Weitere Informationen zum Festival finden Sie unter www.fresh-air-festival.de

Publikationen

Der Plan - Deutschland ist erneuerbar!

Der Plan ist das Greenpeace-Senario für einen kompletten Umstieg auf erneuerbare Energien. Deutschland ist erneuerbar, weil ein Ruck durchs Land geht, weil wir AKW abschalten, bereits 17 Prozent Erneuerbare Energien haben und damit international an der Spitze stehen, weil wir in 40 Jahren zu 100 Prozent unseren Strom aus Erneuerbaren Energien beziehen.

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