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Facebook, kick die Kohle raus!

Seit sechs Jahren ist Greenpeace den Großen der IT-Branche auf den Fersen, um sie auf einen umweltfreundlichen Weg zu bringen. Heute ist Facebook dran. In einem offenen Brief fordert Greenpeace-Geschäftsführer Kumi Naidoo den Facebook-Gründer Mark Zuckerberg auf, sein Unternehmen klimafreundlicher zu machen. Hintergrund sind die Facebook-Pläne, in Oregon/USA ein riesiges Datenzentrum zu errichten - gefüttert mit schmutzigem Kohlestrom.

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Energiesparende Rechner nach neuestem Stand der Technik sind für das neue Zentrum angekündigt, 180 Millionen US-Dollar wird das Projekt kosten. Doch der Strom soll von Pacific Power kommen - einem Energieversorger, der fast ausschließlich auf Kohle setzt. Greenpeace fordert Facebook auf, stattdessen Strom aus Erneuerbaren Energien zu nutzen.

Bleibt es beim derzeitigen Wachstum, werden Datenzentren und Online-Netzwerke bis 2020 fast zwei Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr verbrauchen. Das ist mehr als das Dreifache des heutigen Verbrauchs und mehr als Frankreich, Kanada, Deutschland und Brasilien zusammen verbrauchen. Umso wichtiger ist es, dass die IT-Branche sich ihrer Verantwortung stellt.

Gerade Facebook als Riese der Branche ist gefordert, ein Zeichen für den Klimaschutz setzen. Das sehen auch Facebook-Nutzer so. Seit Februar haben sich mehr als 500.000 Menschen der Greenpeace-Kampagne auf der Plattform angeschlossen: Unfriend Coal!

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