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Anti-Kohle-Aktion im dänischen Aabenraa

Im Hafen von Aabenraa, 30 Kilometer nödlich von Flensburg, wartet seit Mittwoch der Kohlefrachter Hanjin Imabari auf Entladung. Greenpeace-Aktivisten zögern die Arbeiten hinaus. Sie haben einen der Entladekräne erklettert und das Förderband lahmgelegt.

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Das Greenpeace-Schiff Rainbow Warrior und die 300 Meter lange Hanjin Imabari waren einander bereits Mittwochmittag an der Brücke über den Großen Belt begegnet. Den Aktivisten gelang es, ein großes Banner an der Längsseite des Frachters anzubringen: Quit Coal - Weg von der Kohle!

Kohle zerstört das Klima und untergräbt Dänemarks Glaubwürdigkeit in den laufenden Klimaverhandlungen in Poznan, sagt Tarjei Haaland von Greenpeace Dänemark. Vattenfall und DONG versuchen, sich ein grünes Image zuzulegen. Die Kohle hier im Hafenterminal zeigt, wie schwarz sie wirklich sind.

Der dänische Energiekonzern DONG Energy ist auch in Norddeutschland aktiv. Das Unternehmen beabsichtigt, ein Steinkohlekraftwerk im Industriepark Lubminer Heide zu bauen, direkt neben dem früheren AKW Greifswald. Geplant sind zwei Kraftwerksblöcke mit je 800 Megawatt Leistung. Sie sollen laut DONG-Internetseite rund 1,5 Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Die deutsche CO2-Bilanz würde mit zusätzlichen 7,6 Millionen Tonnen jährlich belastet.

In Dänemark wäre das Kraftwerk Lubmin nicht genehmigungsfähig. Dort dürfen keine neuen Kohlekraftwerke gebaut werden. In Vorpommern stößt das Projekt auf breiten Widerstand. In der Region haben sich zwei Bürgerinitiativen gebildet. Auch die Greenpeace-Gruppe Greifswald und andere Umweltverbände arbeiten dagegen. Bundeskanzlerin Angela Merkel, zu deren Wahlkreis Lubmin gehört, unterstützt den Bau.

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