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Zwölf Prozent Windkraftenergie bis 2020

Am Dienstag haben Greenpeace und die Europäische Windenergie-Vereinigung (EWEA) auf der Fachmesse WindEnergy 2004 in Hamburg ihre Zukunfts-Studie Windstärke 12 vorgestellt. Die Studie zeigt, dass die Windkraft bis 2020 einen Anteil von 12 Prozent in der weltweiten Stromproduktion erreichen kann.

Erste positive Erfahrungen mit Windkraftanlagen auf See, so genannte Offshore-Windparks, konnten in Dänemark gemacht werden. Mit Hilfe der stärkeren Winde auf dem offenen Meer können bis zu 40 Prozent mehr Energie gewonnen werden, als an der Küste. Die Studie Windstärke 12 prognostiziert der Windkraft für die nächsten zehn Jahre ein jährliches Wachstum von 25 Prozent. Dabei entstünden insgesamt 2,3 Millionen Arbeitsplätze weltweit in der Produktion, Installation und anderen mit der Industrie verbundenen Tätigkeiten.

Das Potenzial für die Windkraft ist vorhanden: Die Internationale Energie Agentur (IEA) schätzt in einer Studie von 2002 das Gesamtaufkommen der technisch nutzbaren Windressourcen auf das Doppelte der weltweiten Stromnachfrage im Jahre 2020. Klotzen statt Kleckern, fordert der Greenpeace-Energieexperte Sven Teske. In Deutschland können wir mit Anlagen auf See den Anteil der Windenergie verdreifachen, von 5 auf 15 Prozent. Diese Chance dürfen wir nicht vertun.

Greenpeace fordert, dass die Subventionierung von Atom- und Kohlekraftwerken beendet wird, damit der Wettbewerb nicht verzerrt wird. Wenn die Politik die richtigen Rahmenbedingungen schafft, wird der Preis für eine Kilowattstunde Strom aus Windkraft kontinuierlich sinken.

Die Studie: Windstärke 12 (PDF, 1,7 MB)

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