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Zehn Jahre JugendSolarProjekt in der Schweiz

Das Schweizer JugendSolarProjekt von Greenpeace feiert im August sein 10jähriges Bestehen mit einem internationalen SolarCamp in Ruswil bei Luzern. Geplant ist dabei auch die Installation einer Solaranlage auf dem Dach eines Bauernhofes. Die 20-jährige Hannah Vermassen aus Erfurt ist eine von den rund 20 teilnehmenden Aktivisten und wird eine Woche lang in ihrem Internet-Tagebuch über das Camp berichten.

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Hannah, die seit 2003 der Jugend-AG (JAG) Koblenz angehört, hat sich zunächst in einem Greenteam, einer Kinderumweltgruppe von Greenpeace, engagiert. Mit diesem Team fuhr sie bereits 2003 zur Internationalen Walfang-Kommission nach Berlin. Dort lernte sie schließlich andere Jugendliche kennen, mit denen sie dann die JAG Koblenz gründete.

Die JAG arbeitete hauptsächlich zu den Themen Urwälder, Meere und SolarGeneration: SolarGeneration war für mich am Wichtigsten, vielleicht auch, weil ich im Projektteam war, das zusammen mit den Hauptamtlichen in Hamburg neue Konzepte und Projekte für die Jugendkampagne geplant hat, sagt Hannah.

Von geplanten Aktionen, an denen Hannah selbst teilgenommen hat, fand sie die Renewables-Konferenz 2004 in Bonn besonders aufregend. Viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern nahmen daran teil und so konnte ein reger Austausch entstehen. Außerdem bekam sie die Möglichkeit, persönlich mit Delegierten zu sprechen. Es war total interessant einmal den Menschen zu begegnen, die am Hebel sitzen und echt etwas bewegen können. Nicht nur Unterschriften einzuholen, sondern am Ort des Geschehens dabei zu sein, so Hannah.

Teilen kann Hannah ihr umweltpolitisches Interesse vor allem mit anderen Mitgliedern der JAG. Gemeinsames Interesse an einem Thema ist für sie eine gute Grundlage, um gemeinsam etwas in Bewegung zu setzen. Aber auch Freunde und Familie unterstützen sie bei ihren Vorhaben.

Hannah setzt sich stark für eine Zukunft mit erneuerbaren Energien ein. Die aktuelle Energiedebatte in Deutschland beurteilt sie daher sehr kritisch: Ich glaube, es stellt sich jetzt die Frage, ob wir einen mutigen Schritt in Richtung Ausbau der erneuerbaren Energien wagen und unseren energiepolitischen Focus zukünftig darauf richten oder ob alles beim Alten bleibt. Die neuen Kohlekraftprojekte und die Diskussion um Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke machen einem nicht eben Mut für die Zukunft.

Und was macht Hannah neben ihren Greenpeace-Aktivitäten? Hauptsächlich studiert sie Staatswissenschaften in Erfurt. Und wenn das Studium nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt, spielt sie Fussball oder fährt in den Urlaub in die Türkei. In die Türkei reise ich jedes Jahr seit ich klein war, das ist wirklich schon ein Teil von mir. Ich finde die türkische Kultur einfach unglaublich interessant.

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