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Windgas soll Ökostromverlust aufhalten

Weil die Leitungen in Deutschland nicht genügend ausgebaut sind, passt ein zunehmender Teil von Ökostrom nicht mehr ins Stromnetz. Wie Greenpeace Energy heute bekannt gab, gingen nach neuesten Zahlen der Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr rund 127 Gigawattstunden Strom verloren. Die Lösung dafür: Windgas.

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Bei dem verloren gegangenen Strom handelt es sich größtenteils um Windstrom. Laut Greenpeace Energy hätte der Strom im Wert von 30 Millionen Euro ausgereicht, um mehr als 30.000 Haushalte über ein Jahr hinweg zu versorgen.

Angesichts des überlasteten Stromnetzes Windgas Greenpeace Energy. Windgas ist entscheidend für das Gelingen der Energiewende in Deutschland. erklärt Astrid Kleinkönig, Marketingleiterin bei Greenpeace Energy. Die Technik ermöglicht, dass wir uns in Zukunft vollständig aus Erneuerbaren Energien versorgen. Deswegen prüft Greenpeace Energy derzeit Standorte für die nötige Infrastruktur. Für den Aufbau der Windgas-Technologie ist in dem neuen Tarif proWindgas ein Aufschlag enthalten.

Nachfrage nach erneuerbaren Energien steigt

Für diesen Tarif haben sich bislang 3.000 Kunden angemeldet und den entsprechenden Vertrag unterschrieben. Die Nachfrage übertrifft auch bei Greenpeace Energy die Erwartungen. Wie die Energiegenossenschaft bekannt gab, laufe das erst im Juli gestartete Gasangebot besser als erwartet. Nun seien die Prognosen nach oben korrigiert worden: Bis zum Jahresende sollen 5.000 Kunden proWindgas beziehen.

Ab dem 1. Oktober werden die proWindgas-Kunden zunächst mit Erdgas beliefert. Zum neuen Jahr soll dann schrittweise ein wachsender Anteil Windgas beigemischt werden. Bei diesem Gas handelt es sich um ein erneuerbares Gas, das aus überschüssigem Windstrom gewonnen wird. Es entsteht durch die Umwandlung in Wasserstoff, der ins Erdgasnetz eingespeist wird. Das Gasnetz wird so zum Langzeitspeicher für erneuerbare Energien.

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