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Solaranlage für SOS-Kinderdorf in Indien

Greenpeace-Jugendliche bauen im SOS-Kinderdorf in Dharamsala/Indien gemeinsam mit Jugendlichen von vor Ort eine Solaranlage. Nicht passiv bleiben, selber etwas tun - diese Einstellung verbindet die jungen Leute. Das Projekt ist Teil der internationalen Greenpeace-Jugendkampagne SolarGeneration.

In dem Kinderdorf leben über 2.000 tibetische Flüchtlingskinder und Jugendliche. Die Solaranlage soll Strom für die Schule ihres Dorfes erzeugen. Das Geld für die Solaranlage haben die Jugendlichen aus Indien, Deutschland und der Schweiz zur Hälfte selbst gesammelt. Den Rest finanzieren die beiden europäischen Greenpeace-Büros.

In der internationalen Greenpeace-Jugendkampagne SolarGeneration engagieren sich Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren für erneuerbare Energien. Sie diskutieren mit Politikern oder betätigen sich praktisch, wie in Indien. Mit dem Projekt wollen sie zeigen, dass Strom aus erneuerbaren Energien sinnvoll ist und Zukunft hat.

Kurzportraits der jungen Indienfahrer/innen

Veronika Wendt ist 17 Jahre alt und Mitglied der Schülerselbstverwaltung eines Kölner Gymnasiums. Ihr Engagement für die Umwelt und für Greenpeace begann in einem Greenteam. Als in Köln vor zwei Jahren die Greenpeace-Jugendgruppe gegründet wurde, war sie von Anfang an dabei. Wichtig in ihrem Leben: Freunde treffen, Jugendaustausch, andere Kulturen kennen lernen und - wenn noch Zeit ist - Volleyball spielen. Sie findet es gut, dass SolarGeneration international arbeitet. Und es ist eine Positiv-Kampagne, sagt sie. Das macht Spaß.

Larissa Beumer, 17 Jahre alt, Schülerin aus Oranienburg bei Berlin. Vor zweieinhalb Jahren hat sie im Internet die Adresse der Berliner Jugendgruppe gefunden und Kontakt aufgenommen. Von Anfang an war sie in der SolarGeneration-Kampagne und im Projektteam dabei. Das Thema erneuerbare Energien soll international eine Stimme bekommen, sagt sie. Sie freut sich, mit anderen Jugendlichen zusammen etwas auf die Beine zu stellen. Larissa trommelt nicht nur für die Umwelt - sie gehört auch privat einer Trommelgruppe an.

Jens Maul, 17 Jahre alt, Schüler aus Dortmund, war früher bei den Pfadfindern. In der Schulbücherei fand er vor zweieinhalb Jahren ein Greenpeace Magazin. Das war's dann. Übers Internet fand er die Kontaktadresse und kam im richtigen Moment, um die Dortmunder Jugendgruppe mit aufzubauen. Dass Jugendliche mit Greenpeace nach Indien fahren können, um dort etwas zu machen, begeistert ihn. Jens malt viel und macht Musik. In den Sommerferien will er zusammen mit anderen Greenpeace-Jugendlichen eine Radtour gegen Atomstrom unternehmen.

Jan Schlenk, 19 Jahre alt, hat 1995 ein Greenteam mitgegründet und war bei der BISS-Aktion in Bonn dabei. Als sein Greenteam sich 2000 auflöste, gab es noch keine Greenpeace-Jugendgruppen. Also streckte Jan seine Fühler in andere Richtungen aus. Über amnesty international lernte er eine Dokumentarfilmerin und über sie das SOS-Kinderdorf in Dharamsala kennen. Er ist jetzt schon das fünfte Mal dort. Beim letzten Mal, Weihnachten 2003, hat er dem Dorf das SolarGeneration-Projekt vorgestellt - und zunächst Unglauben geerntet. Sie konnten sich nicht vorstellen, dass das etwas wird, sagt er. In seiner Freizeit ist Jan Surfer, Snowboarder und Badminton-Spieler.

Katharina Werner, 14, aus Pförring bei Ingolstadt. Vor zwei Jahren stieß sie auf eine Greenpeace-Broschüre und fing an, sich für Umweltthemen zu interessieren. Im März 2003 lernte sie während einer Ausstellung Mitglieder der Ingolstädter Greenpeace-Gruppe kennen. Seitdem ist sie dabei. Wenn viele etwas tun, können sie auch was bewirken, sagt sie. Es ist nicht nur der Tropfen auf den heißen Stein. Katharina bewegt sich gern in der freien Natur, sie spielt Gitarre, liest und malt gern.

Der Schweizer Teilnehmer, der 21-jährige Student Nico Luchsinger, hat im Rahmen eines Zivildienst-Einsatzes bereits verschiedene Projekte des Schweizer JugendSolarProjekts betreut. Die Förderung von erneuerbaren Energien bietet gerade sich rasant entwickelnden Ländern wie Indien eine Riesen-Chance, ist er überzeugt. Nico wird in einem elektronischen Tagebuch von seinen Erlebnissen und Eindrücken aus Indien berichten.

Weitere Infos zu unserem Jugendprojekt finden Sie unter SolarGeneration und JugendSolarProjekt.

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