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Public Viewing - mit Sonne

Public Viewing in Jericho - einem Ort rund 120 Kilometer von Johannesburg entfernt. Anders als wahrscheinlich überall sonst auf Welt werden die Spiele der Fußball-WM hier mit Sonnenkraft übertragen. Die Solaranlage auf dem Dach der Mehrzweckhalle der Schule haben Jugendliche aus Jericho gebaut - Kgathollo ya Solar (Solar Kickoff) ist ein Projekt von Greenpeace in Afrika.

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Die Sonne scheint das ganze Jahr durch intensiv, und dennoch stammen rund 93 Prozent des südafrikanischen Stroms aus Kohlekraftwerken. Wie in allen anderen Ländern nutzt auch Südafrika das enorme Potenzial der erneuerbaren Energien nicht. Dass es auch anders geht, zeigt Jericho - ein Dorf, das bis vor kurzem keinen Strom hatte. Gerade auf dem Land leben viele Menschen ohne Strom.

Zusammen mit 15 Jugendlichen und acht Erwachsenen aus dem Dorf hat Greenpeace Afrika einen Workshop durchgeführt. Die jungen Menschen erfuhren, welche Bedeutung der Klimawandel für ihr Land hat und welche Chancen erneuerbare Energien - speziell die Solarenergie - für Südafrika bergen. Wie werden Solarlampen herstellt und montiert? Und wie Photovoltaik-Anlagen installiert und unterhalten? All das haben die Teilnehmer gelernt und am Ende des Workshops auf dem Schulgelände präsentiert.

Denn nach der WM soll der gesamte Strombedarf der Schule aus der Solaranlage gespeist werden. Dass die Zukunft der Energieversorgung weltweit bei den erneuerbaren Energien liegt, zeigt auch unser globales Konzept Energie [R]evolution.

Um Fußball geht es unter anderem auch in unserem WM-Spezial: Dort haben wir Portraits der teilnehmenden Länder für Sie zusammengestellt.

Mehr über Jericho und Kgathollo ya Solar erfahren Sie in dem Film von Nicolas Fojtu, Greenpeace-Aktivist aus der Schweiz.

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