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Mehr Windparks für Großbritannien

Die britische Regierung hat am Montag ihre bis dato weitreichendsten Pläne zur Förderung von neuen Offshore-Windenergieparks bekannt gegeben. So sollen Zulassungen für hunderte von Windkraftanlagen vergeben werden und Firmen wurden aufgefordert, Angebote für die zu vergebenden Meeresflächen einzureichen.

Jeder sechste Haushalt soll im Verlauf der nächsten sieben Jahre mit der klimaschonenden Energie versorgt werden. Damit kommt Großbritannien seinem Ziel, rund zehn Prozent der Energie aus erneuerbaren Energien zu schöpfen, einen großen Schritt näher. Die Pläne aus London wurden von Greenpeace und anderen Umweltverbänden begrüßt.

Rob Gueterbock von Greenpeace lobte die neuen Pläne, die eine Reduktion der CO2-Emission unterstützen. Die globale Klimaerwärmung ist eine große Bedrohung für unseren Planeten, aber die Regierung zeigt nun den deutlichen Ehrgeiz, ihr entgegenzuwirken, so Gueterbock. Er forderte, dass Europa die reichlich vorhandene Energieresource Wind deutlich mehr nutzen müsse.

In drei Küstengebieten - eins nordwestlich von England und Nordwales, The Wash im Osten Mittelenglands und der Themsemündung im Südosten von England - sollen über 1500 neue Windräder errichtet werden. Der forcierte Umstieg auf erneuerbare Energien in Großbritannien erfolgt aus einer Notwendigkeit heraus: Bereits in einem Jahrzehnt werden die einheimischen Kohlereserven aufgebraucht sein. Außerdem wird Atomkraft in Großbritannien zunehmend skeptisch gesehen.

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