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Kürzung der Solarförderung

Lange wurde gestritten, doch seit Juni 2012 ist es Realität: Die Solarförderung bekommt eine Obergrenze. Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat einen Kompromiss über die Einspeisevergütung für die Photovoltaik beschlossen. Danach soll die Solarförderung bei 52 Gigawatt beendet werden.

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Diese Entscheidung ist gefährlich. Mit dem 52-Gigawatt-Deckel droht ein gewaltiger Solar-Sprint um die verbleibende Förderung, sagt Niklas Schinerl, Energieexperte von Greenpeace. Bereits im Jahr 2015 könnten die 52 Gigawatt erreicht sein, dann wäre Schluss mit der Förderung der Solarenergie in Deutschland.

Die Folgen der Entscheidung sind absehbar: Die Kosten können in den nächsten Jahren unnötig in die Höhe schnellen. Das aber bedroht die Akzeptanz der Energiewende und gefährdet letztendlich das ganze Erneuerbare-Energien-Gesetz.

Schinerls Vision für ein sinnvolles Vorgehen mit der Solarförderung sieht anders aus: Was wir brauchen, ist ein Solar-Marathon: einen kontrollierten Zubau über einen langen Zeitraum. Dabei hilft kein Deckel, sondern eine kontrollierte Senkung der Solarförderung mit Augenmaß.

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