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Frischer Wind für China

Nach viertägigen Beratungen haben sich in Peking Vertreter der chinesischen und der europäischen Windkraftindustrie sowie Greenpeace auf eine Zusammenarbeit geeinigt, um die beiden größten Herausforderungen - globale Erwärmung und die Sicherheit der Energieversorgung - zu meistern.

Zusammen will man dafür Sorge tragen, dass die Windenergie in China künftig eine entscheidende Rolle spielt. Die von Peking im Juni dieses Jahres während der Klimakonferenz in Bonn bekanntgegebenen Ziele für den Anteil von Erneuerbaren Energien sollen durch die gemeinsame Anstrengung erreicht oder sogar übertroffen werden.

Steigende Ölimporte, stark schwankende Ölpreise am internationalen Markt, die anwachsenden Kosten für die extremen Wetterereignisse und die wachsende Sorge um die Energieversorgung machen deutlich, wie wichtig die chinesische Entscheidung für die Erneuerbaren Energien gerade in diesem Moment ist, sagte Yu Jie von Greenpeace. Doch die Probleme stellen sich nicht China allein. Die ganze Welt hat ein Interesse daran Peking zu helfen, seine durch die Entwicklung voranschreitenden Bedürfnisse zu decken, ohne den Klimawandel weiter anzuheizen.

Der Klimawandel führt in dem asiatischen Land zu starken Einbußen bei der Reisernte. Zugleich schwinden die Gletscher, wodurch bis zu 250 Millionen Chinesen von Trinkwasserknappheit betroffen sein können. Deswegen spielen Erneuerbare Energien für Chinas Energieversorgung eine immer größere Rolle. Die Regierung hat sich das Ziel gesetzt, bis 2020 zwölf Prozent seiner Stromerzeugungkapazitiät aus erneuerbaren Quellen zu decken. Die unter Greenpeace-Beteiligung erstellte Studie Windforce 12 - China rechnet vor, dass bis zu dem Zeitpunkt Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 170 Gigawatt installiert werden können. Die Ersparnis an Kohlendioxidausstoß würde dadurch 325 Millionen Tonnen betragen. Außerdem entstünden hunderttausende neue Arbeitsplätze. (mir)

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