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Erneuerbare Energien in Zukunft billiger

Mindestens die Hälfte seines Energiebedarfs könne Deutschland bis zum Jahre 2050 mit erneuerbaren Energien decken. Zu diesem Schluss kommt eine umfangreiche neue Studie des Bundesumweltministeriums (BMU). Auch drei Viertel des gesamten Treibhausgasaustoßes könne eingespart werden.

Im Auftrag des BMU arbeiteten das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Stuttgart, das Institut für Energie- und Umweltforschung in Heidelberg und das Wuppertal-Institut an der Studie. Die Wissenschaftler kommen darin zu der Ansicht, dass es sich lohne auf Energieeinsparung, die Steigerung der Energieeffizienz und den Ausbau der erneuerbaren Energien zu setzen. Ihre positive Prognose: Die meisten erneuerbaren Energien kosteten in rund 20 Jahren weniger als konventionelle Energieformen.

Laut der Studie ist die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ein wichtiger Stützpfeiler für den Ausbau erneuerbarer Energien. Sie sei eine besonders wirksame Methode zur Effizienzsteigerung, die zu einem geringeren Energieverbrauch führen würde.

Auf den Rahmendaten der BMU-Studie basiert die Greenpeace-Jugendkampagne SolarGeneration - Der Fahrplan für eine saubere Energieversorgung. Sven Teske, Energieexperte von Greenpeace, fordert: Wir brauchen einen rechtlich verbindlichen Zielwert für alle 25 EU-Staaten, mindestens 20 Prozent Erneuerbare Energien bis 2020. Auf der Anfang Juni stattfindenden internationalen Konferenz Renewables 2004 in Bonn muss dieser Beschluss gefällt werden.

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