Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Achtung Hochspannung! Welcher Strom kommt künftig aus der Steckdose?

18. Dezember: ZEIT Forum der Wissenschaft

Sonne, Wind, Wasser und Biomasse stellen Kohle und Öl als Primärenergieträger zunehmend in den Schatten. 2020 könnten, so Prognosen, rund ein Fünftel des Energiebedarfs in Deutschland aus erneuerbaren Quellen stammen, 2050 sollen die fossilen Brennstoffe der Vergangenheit angehören.

  • /

Den Platzhirschen in Deutschland RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall droht die Politik mit teilweisem Zwangsverkauf der Netze, im saarländischen Ensdorf hat der Gemeinderat die Bürger über den Bau eines 2 Milliarden Euro teuren Braunkohlekraftwerks abstimmen.

Immer mehr Kunden wechseln zu kleinen und regionalen Anbietern, kaufen ihren Strom nach ökologischen Gesichtspunkten. Die regenerativen Energien erleben einen ungeahnten Boom, kleine dezentrale Anlagen zur Energie- und Wärmeversorgung finden reißenden Absatz, gefördert durch staatliche Subventionen und das Erneuerbare Energien Gesetz.

Über die Geschwindigkeit des Wettlaufs der Technologien entscheiden nicht nur der Wettbewerb der Technologien, sondern auch die politischen Rahmenbedingungen. Notwendig ist eine Energiepolitik mit eindeutigen und verbindlichen Regeln, bei der die Ziele Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Ökologie miteinander vereint werden.

Zu diesen Themen und über die Zukunft eines nationalen Energieplans als tragfähiges und verbindliches Konzept für die Energieversorgung in Deutschland diskutieren namhafte Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik auf dem 28. ZEIT FORUM der Wissenschaft in Berlin.

Es diskutieren:

  • Roland Hipp, Geschäftsführer, Greenpeace e.V.
  • Prof. Reinhard Hüttl, Vize-Präsident von acatech - Konvent für Technikwissenschaften der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
  • Lars Göran Josefsson, Vorsitzender des Vorstandes, Vattenfall AB
  • Prof. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft

    Deutscher Forschungszentren e.V. und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

  • Hermann Scheer, MdB und Präsident von EUROSOLAR

Gesprächsleitung haben Andreas Sentker, Leiter Ressort Wissen, DIE ZEIT und Ulrich Blumenthal, Redaktionsleiter Forschung aktuell, Deutschlandfunk.

Datum: Dienstag, 18. Dezember 2007

Zeit: 18.30 Uhr

Ort: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften,

Markgrafenstraße 38, Berlin-Mitte

Anmeldung: Veranstaltungsforum der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck in Berlin, Franco Bonistalli, zeit-forum@vf-holtzbrinck.de

Weiterführende Publikationen zum Thema

Energieszenario 2030

Wie eine beschleunigte Energiewende Deutschlands Beitrag zum Pariser Klimaschutzabkommen sicherstellt

Mehr zum Thema

Fahrplan für die Zukunft

Während die Kohlekommission darum ringt, wann welches Kraftwerk vom Netz geht, rechnet Greenpeace vor: So geht die Energiewende; auch ohne Kohle hat Deutschland immer genug Strom.

Wir waren schon mal weiter

Genießen Sie die Hitze? Machen Sie sich auf mehr gefasst: Der Klimawandel ist längst da, mahnen Greenpeace-Aktivisten auf der Zugspitze. Sie fordern: Kohleausstieg jetzt starten!

Die Leitung bitte kappen

Ökologisch sind Öl-Pipelines ein Verlustgeschäft, wirtschaftlich noch nicht – so lange Banken sie wider jede Vernunft finanzieren. Der Geldfluss muss stoppen, fordert Greenpeace.