Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Energie-Kungelrunde abgesagt

Für einen Energiegipfel gebe es derzeit nicht die notwendige Bewegung bei den Unternehmen, hat das Wirtschaftsminiterium am Freitag verlauten lassen. Zudem seien die Energieunternehmen nicht bereit, verbindliche Absprachen zu treffen. Greenpeace begrüßt die Absage des Energiegipfels.

Bereits im Vorfeld war abzusehen, dass es eine Kungelrunde zwischen Politik und den großen Energiekonzernen geworden wäre, die Verbraucher- und Klimaschutzinteressen ignoriert hätte, sagt Greenpeace-Energieexperte Jörg Feddern zum gescheiterten Treffen.

Wir warnen allerdings davor, dass die Absage das neue Energiewirtschaftgesetz verzögern könnte, so Feddern weiter. Bundeskanzler Schröder und Wirtschaftsminister Clement müssen sofort den Abzocker-Methoden der großen Energiekonzerne bei den Strompreisen einen Riegel vorschieben. Wir brauchen endlich das Energiewirtschaftsgesetz mit einer starken Regulierungsbehörde.

Jede weitere Verschiebung von Entscheidungen spielt nur in die Kassen der großen Energiekonzerne, kritisiert Feddern. Sie haben die Macht über die Netze und verhindern damit den Durchbruch für eine saubere Energieversorgung mit Sonne und Wind.

Weiterführende Publikationen zum Thema

Corona-Krise: Wirtschaftshilfen

Wie notwendige Wirtschaftshilfen die Corona-Krise abfedern und die ökologische Transformation beschleunigen können

Mehr zum Thema

Unter einer Decke

Die CDU kungelt mit der Industrie – und so liest sich auch das Kohlegesetz. Greenpeace-Aktive verwandelten darum heute in Berlin die Parteizentrale in ein dunkles Hinterzimmer. 

Knete statt Krisenstimmung

RWE lässt sich den Kohleausstieg mit Steuermilliarden vergolden – und wirtschaftet weiter klimaschädlich und unsozial. Dagegen protestierten Greenpeace-Aktive heute in Essen.

Über den Runden Tisch gezogen

Martin Kaiser, geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland, erklärt im Interview, warum dem Kohleausstiegsgesetz in der jetzigen Form nicht zugestimmt werden darf.