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Dena-Windenergiestudie verzögert sich

Die von der Deutschen Energieagentur (dena) in Auftrag gegebene Zukunftstudie, ob und wie die Windenergie in die Stromversorgung in Deutschland bis zum Jahre 2020 eingebunden werden kann, wird nicht wie geplant am Mittwoch veröffentlicht. Am Montag verweigerten die an der Studie beteiligten Vertreter des Bundesverbandes der Windenergie BWE und des Verbands deutscher Maschinen und Anlagenbau e.V. VDMA, die Studie in ihrer jetztigen Fassung mitzutragen. Neben den Vertretern aus der Windenergiebranche beteiligten sich Netzbetreiber wie E.ON, RWE und Vattenfall an der Studie.

Den Ausstieg des BWE und VDMA aus der Netzbau-Studie kommentiert Jörg Feddern, Energieexperte bei Greenpeace: Besser etwas platzen lassen als etwas Falsches mittragen. Der Bundesverband der Windenergie und der VDMA haben heute gezeigt, dass sie sich nicht vor den Propagandakarren der Stromkonzerne spannen lassen. Diese hatten zuvor den Anschein erweckt, die Studie würde belegen, dass es beim Ausbau der Windenergie unüberbrückbare technische und finanzielle Hürden gibt.

Die Energieversorgungsunternehmen fürchten Windenergie als Konkurrenz zu ihren Kohle- und Atomkraftwerken, so Feddern weiter. Die bisher bekannt gewordenen Ergebnisse der dena-Studie zeigen, dass der massive Ausbau der Windenergie, vor allem im Offshore-Bereich, technisch möglich und vor allem finanzierbar ist. Deshalb ist die Entscheidung von BWE und VDMA verständlich und sinnvoll.

Greenpeace fordert: Angesichts des zunehmenden Klimawandels, der allein in Deutschland für Schäden in dreistelliger Milliardenhöhe sorgen könnte, brauchen wir den massiven Ausbau der Windenergie. Die Energieversorger sollten sich endlich dazu durchringen, wirklich zu kooperieren und nicht ständig die Windkraft zu blockieren. Mit ihrem technischen Wissen und ihren finanziellen Möglichkeiten ließen sich Lösungen für noch ungeklärte Probleme beim Aufbau einer klimafreundlichen Energieversorgung finden, sagt Feddern. Jetzt ist es an den Stromkonzernen, mit ehrlichen Absichten an den Verhandlungstisch zurückzukehren, damit endlich gemeinsam an einer zukunftsfähigen Energieversorgung gearbeitet werden kann.

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