Archiv: Artikel kann veraltete Informationen enthalten

Beluga II: Gute Nachrichten auf der Infotour!

Seit Mittwoch freut man sich an Bord der Beluga II darauf, am 18. August in Bremen anzulegen. Denn am Mittwoch hat der lokale Stromanbieter swb AG bekannt gegeben, ein geplantes Steinkohlekraftwerk in Mittelsbüren nicht zu bauen. Auch wenn die Gründe für den Vezicht eher prosaisch waren: zu hohe Kosten und zu viele Kunden, die ihre Verträge kündigten, weil sie mit dem Bau des Klimakillers nicht einverstanden waren.

  • /

Geplant war ein Kohlekraftwerk mit einem Wirkungsgrad von etwas mehr als 45 Prozent und einem jährlichen CO2-Ausstoß von 4,4 Millionen Tonnen. Mitten in der weltweite Debatte zum Klimaschutz war das unverantwortlich, sagt Jana Wiechmann, Energie-Ansprechpartnerin der Greenpeace-Gruppe Bremen.

Daher formierte sich in den vergangenen Monaten auch erheblicher Protest in der Hansestadt. Es bildete sich das Bremer Bündnis für Klimaschutz, ein Zusammenschluss von Bremer Umweltschutzorganisationen, darunter auch Greenpeace. Der Rat der Klimaschützer an die Bremer Bürger: zu einem klimafreundlichen Ökostromanbieter wechseln.

Die Bremer swb ist hier ein positives Beispiel dafür, dass es auch anders geht, sagt Jana Wiechmann. Sie könnte jetzt noch einen Schritt weitergehen und in Projekte mit Erneuerbaren Energien investieren.

Das sieht man Bord der Beluga II genauso. Das Greenpeace-Schiff macht gerade eine Infotour gegen Kohlekraftwerke. Zurzeit befindet es sich mit seiner Besatzung auf dem Weg nach Wilhelmshaven. Dort wird es am 11. und 12. August am Bontekai festmachen. Besucher haben die Möglichkeit von 12 bis 18 Uhr das Boot in Augenschein nehmen und sich zu informieren. Ab 21.30 Uhr gibt es dann kostenloses Open-Air-Kino: Greenpeace zeigt Al Gores Film Eine unbequeme Wahrheit.

Alle weiteren Tourdaten können Sie der PDF-Datei unten entnehmen.

Tags:

Weiterführende Publikationen zum Thema

Mehr zum Thema

Protest zu Kohlebeschluss

CDU- und NRW-Chef Laschet will den Abbau von bis zu 900 Mio. Tonnen Kohle ermöglichen - ein Angriff auf die Pariser Klimaziele. Dafür sollen Dörfer und Kirchen abgerissen werden.

Unsauber

Verkehrsminister Scheuer will ein Ende für Verbrennungsmotoren, die mit fossilem Sprit angetrieben werden. Synthetische Kraftstoffe sieht er auf dem Vormarsch - anders als andere.

Keine Kirchen für Braunkohle

Christlich ist das nicht, wenn historische Kirchen wie der Immerather Dom für klimaschädliche Braunkohle abgerissen werden. Daran erinnerten Aktivist:innen in 46 Städten.