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Zensurversuch der Atomindustrie abgewiesen

Die französischen Atomkonzerne Areva und Cogema sind mit einer Verleumdungsklage gegen Greenpeace gescheitert. Ein Gericht in Paris wies einen Antrag der Konzerne zurück, Greenpeace und seinen Atom-Experten Frédéric Marillier zur Zahlung von 20.000 Euro zu verurteilen - jetzt müssen Areva und Cogema zahlen: 1.500 Euro an Marillier und 1.000 Euro an Greenpeace so will es das französische Gesetz.

Grund für die Klage waren Marilliers Äußerungen in einem Interview der französischen Zeitung Le Monde: Er warf den Unternehmen vor, die Umwelt fortwährend mit giftigen Materialien zu verschmutzen.

Die Richter begründeten ihre Entscheidung mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung. Bei der Umweltverschmutzung durch Atommüll handle es sich um eine Frage von großer Bedeutung, zu der jeder seine Meinung äußern könne.

Der heutige Sieg stärkt uns in unserem Vorgehen, so Frédéric Marillier. Wir werden mehr denn je unseren Widerspruch zum Ausdruck bringen und nicht schweigen.

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